Archiv der Kategorie 'Kopfstand'

Der 19. Kopfstand

Ein Gnu steht auf dem Breitscheidplatz und erzählt von unterirdischen Eisbärenfarmen, die Schuld am Auseinanderbrechen der Sowjetunion waren. Ein Elch legt Bierdeckeltarotkarten und deckt Becks Lemon auf. Jürgen findet einen prekären Job beim Off-Theater „das zuckende Auge“. Martina fährt nach Bautzen. Anja wartet auf Martina. Das Ultimatum des BTTR-Movement ist abgelaufen. Wie ist mit der Verweigerungshaltung der Bundesregierung umzugehen? Wie wird Berlin trotzdem noch ein riesiger Wald? Wird Geisel Fliese aka Sigmar Gabriel den nächsten Tag noch erleben? Wird Willi, das Schaf im Wolfspelz, mit seinen unorthodoxen Ansichten Gehör finden? Was passiert mit dem Hausprojekt XYZ123, das bald geräumt werden soll? Und vor allem: Wo bleiben die Snacks?

Als Gast: A thousand yellow daisies (grungy soulful mid western emo folk)

Und mit:

Geigerzähler

Der Papst, seine Frau und sein Porsche

Sahara b

Der 18. Kopfstand

Am ersten Dezember wird die weltbekannte Waschbrett-Geige-Kontrabass-Lesebühnen-Soap wird volljährig.

Der*die*das Kopfstand kann jetzt wählen gehen und Waschmaschinen kaufen. Aber wird er*sie*es das auch tun? Elche beschließen unterdessen, nach einer halben Flasche Whisky, straight edge zu werden. Die FAE (Föderation Anarchistischer Elche) wird wiederbelebt. Gangstarapper Jürgen und Gangstarapperin Martina haben sich getrennt, Anja hat davon noch nichts mitbekommen und schreibt weiter Briefe aus Budyšin/Bautzen. Die aus dem Zoo ausgebrochenen Tiere, das Sigmar Gabriel Truth Movement, HIGEDAK (Hipster gegen die Animalisierung des Kiezes) und die Back to the roots-Bewegung für die Wiederbewaldung Berlins (BTTR) führen politische Debatten, die von der Wahrheits-Rap-Combo „Chemtrailfabrik“ begleitet werden. Zwischendurch spielt eine ko(s)mische Esoterik-Oi-Band namens „Die Erloi!chtung“ (ohm ohm ohm). Und so weiter und so fort. Wie so oft mit:
Geigerzähler (Geige, Texte, Arien), Sahara b. (Waschbrett, Texte, Gangstarap) Der Papst, seine Frau und sein Porsche (Coverband, Kontrabass, Mega-Hits, Texte). Special Guest: Wayne Lost Soul! Eintritt: Spende.

Schöne Lausitz – Rjana Łužica – Rědna Łužyca

Das Wočiń woči rückt näher. Ich freu mich drauf. Auf Pisse und die anderen Bands und vor allem darauf, den Faschos wenigstens kulturell etwas entgegen setzen zu können. Zwischenzeitlich hat die Sache auch etwas Presseöffentlichkeit bekommen. z.B. in einer Reportage in der Jungle World.
Vielleicht geht in dieser Stadt aber auch mehr als nur kulturelle Gegnerschaft. Wers schafft, sollte auf jeden Fall schon einen Tag früher nach Budyšin fahren und demonstrieren. Die Linksjugend schreibt auf Facebook:

Es ist nun schon so weit, dass Rechtspopulist_innen und Nationalist_innen in Bautzen sich bewaffnen. Zu all dem kommt dazu, dass die sächsische Polizei den abgefeuerten Schuss anfangs noch versucht zu vertuschen. Es wird an der Zeit den Nazis und der Polizei zu zeigen was wir davon halten! Die Verhältnisse werden immer schlimmer und wenn nicht etwas dagegen getan wird, trifft der nächste Schuss womöglich noch einen Menschen.
Treff ist 18:30 Uhr am Bahnhof in Bautzen
Start: 19 Uhr
Wir freuen uns auf euch!

Über all das hat sich übrigens auch Jürgen aus dem Kopfstand Gedanken gemacht. Wenn man das so nennen will. Jürgen war nämlich unglaublich bekifft und da gehen die Gedanken ja manchmal seltsame Wege:

(mehr…)

Putacion/Paraguay, 17.5.2039

Es war schon früher Nachmittag, als Lukas die Treppen zu Antonios Kellerwohnung herunterstieg. Viel Zeit hatten sie nicht, vielleicht 3 oder 4 Stunden, dann würde für ihn die allabendliche Ausgangssperre in Kraft treten. Bis 19 Uhr musste er zurück in der Unterkunft sein, das hatten die Behörden von Putacion so verfügt, nachdem es vor ein paar Wochen massiven Ärger gegeben hatte. Natürlich konnte er nichts dafür, und die allermeisten Europäer, die in seinem Containerlager wohnten, auch nicht; höchstens vielleicht diese paar Bekloppten aus Block 4, die gerne durch die Stadt zogen und ihre paar Pesos in Zuckerrohrschnaps umsetzten. Idioten hast du halt überall. Lukas sah zu, dass er sich von denen fernhielt, aber für die Einheimischen waren sie halt alle nur „die Europäer“…

Ein Text vom Papst. Weiter gehts beim Kopfstand-Blog, auf dem ab jetzt jeden Tag Auszüge aus den vergangenen 16 Kopfständen veröffentlicht werden.

Kopfstand Nr. 17

Erstaunlicherweise haben wir jetzt schon das Plakat für den Novemberkopfstand fertig:

Kopfstand am 3. November 20:00 in der Baiz

Auch gibt es schon einen Ankündigungstext:

Donnerstag, 3. November 20 Uhr in der Baiz (Schönhauser Allee 26A)

Elche laufen auf MDMA über ein Hippiefestival und treffen auf esoterische Skinheads („ohm ohm ohm“).
Jürgen K. ist nach seiner Haftstrafe im Berliner Zoo (oder war es der Tierpark?) wieder auf freiem Fuß.
Sigmar Gabriel wurde von einem sibirischen Steinbock als Geisel genommen.
Anja schreibt Briefe aus Budyšin/Bautzen, Martina ist auf der Suche nach sich selbst und die Mafia noch immer auf der Suche nach Jürgen.
Und das ist erst der Anfang…

Sphärische Untermalung liefern Geige, Kontrabass, Waschbrett und die zarten Stimmchen von Geigerzähler, Der Papst, seine Frau und sein Porsche und Sahara b.

Eventuelle Gäste sind noch geheim.

Und nicht zuletzt: Der Kopfstand hat jetzt einen eigenen Blog: http://kopfstand.blogsport.de/ Hier gibts ab dem Wochenende jeden Tag neue Texte aus den letzten 16 Nummern.

Soligedicht

Gute Nachrichten. Das kleine Gedicht ist jetzt zum Glück nur noch halb so dringend wie letzten Donnerstag, als ich es beim Kopfstand verlesen hab. Da aber grade die letzten beiden Strophen erst veralten, wenn die ganzen Justizvollzugsanstalten Steinhaufen oder Museen für die Geschichte der Repression sind, schmeiße ich es mal in das Netz:

Moabit und Bastille

In Moabit ist anscheinend noch alles beim Alten
dort wo die Schließer dein Leben verwalten
In Moabit ißt du neben dem Klo
Das Essen schmeckt nicht, doch das ist eben so.

Von weitem riechst du den Herbstwind, siehst ein fallendes Blatt
Merkst erst jetzt was man vom Draußensein hat
Wartest und wartest in Untersuchungshaft
Auf den Prozess, dann ists vielleicht geschafft

Dabei wolltest du draußen nur demonstrieren
wolltest ausnahmsweise mal nicht verlieren
Widerstand haben sie es genannt
jetzt sitzte hier und starrst an die Wand

Die Polizei, wenn sie will, die darf einfach machen
Zum Beispiel prügeln und andere Sachen
Wenn du zurückschlägst und sei’s mit ne‘m Spruch
Hast du ganz schnell mal nen Landfriedensbruch

Verzage nicht und sei niemals still
Es genügt ein Gedanke an die Bastille
Die war dann auch nur ein Trümmerhaufen
woran man sieht – es kann auch andersrum laufen

Verdammt! Wir hier draußen – wir müssen das schaffen!
Egal ob mit Worten oder mit Waffen
Wir müssen laut sein, geben keine Ruh:
FREIHEIT FÜR AARON UND BALU!

Post aus Bautzen/Budyšin (Nr. 2)

In unserer monatlichen Seifenoper (immer am ersten Donnerstag in der Baiz) ist Anja grade nach Budyšin/Bautzen gezogen. Von da aus schreibt sie Briefe:

Liebe Martina

Sei umarmt. Carola geht es gut, aber sie vermisst Dich. Ich vermisse Dich auch. Ich liebe Dich und ich brauche Dich! Hast du die Presse verfolgt? Ich möchte in Deinen Armen liegen und quatschen. Wir haben uns gestritten, aber das ist egal. Hier in Bautzen habe ich manchmal das Gefühl, dass Du die Einzige wärst, die mich versteht. Schließlich kommst Du aus Freital und da ist es auch nicht besser. BAUTZEN BLEIBT DEUTSCH! schreien sie. Was für eine absurde Scheiße. Bautzen war nie nur deutsch und hieß bis vor 150 Jahren auch auf deutsch Budissin, bis das irgendwelchen stolzen Deutschen zu slawisch klang. Bautzen war immer bikulturell. Aber sie schreien BAUTZEN BLEIBT DEUTSCH. Wahrscheinlich hat die Hälfte von ihnen selber sorbische Großeltern, aber das stört sie nicht. BAUTZEN BLEIBT DEUTSCH schreien sie und dem Bürgermeister, der von Grünen, SPD und Linken gegen die CDU gewählt worden ist, fällt nichts besseres ein, als mit den Arschlöchern zu reden und den Flüchtlingen Hausarrest zu geben. Ok. Die jugendlichen Flüchtlinge lungern auf dem Kornmarkt herum und trinken Bier. Haben wir das früher nicht gemacht? Als wir kleine Punker waren? Hat damals auch nicht jedem gefallen. Aber hat jemand über Hausarrest geredet? Ok, wenns Stress mit Faschos gab – du erinnerst Dich – waren wir meistens die Schuldigen. Wir hatten die beschauliche Kleinstadtruhe gestört, sagten die die, für Ornung sorgen wollten. Wie fast überall in Ostdeutschland. Insofern ist ja alles beim Alten geblieben. Wir haben uns damals auch nicht einfach zusammenschlagen und vertreiben lassen. Weder von den Bullen noch von den Faschos. So what! Das Problem, das die Faschos, die in der Presse liebevoll als „Einheimische“ bezeichnet werden mit den Flüchtlingen haben? Dass die Flüchtlinge da sind! Was sollen sie denn machen? Sollen sie sich vom Erdboden verschlucken lassen? BAUTZEN BLEIBT DEUTSCH rufen die „Einheimischen“ und meinen alle, die nicht in ihre „national befreite“ Zone passen. In Bautzen haben sie sich bestens organisiert. Und zwar beim 3. Weg. Das sind die, denen die NPD zu lasch ist. Aber die Flüchtlinge sollen schuld an der Schlägerei sein. Zum Glück gibt es noch ein paar vernünftige Leute in und um Bautzen. Die organisieren dieses Festival unter dem Motte „Zhromadnje přećiwo rasizmej a fašizmej!“ am 12. November. „Gemeinsam gegen Rassismus und Faschismus“ heißt das. Die haben das schon mal gemacht vor anderthalb Jahren. Ist schön gewesen, liebe Martina. Alle moshten und stagedivten und es war völlig egal ob Sorbe oder Syrer, Afganin oder Deutsche. Sorbenmetal und Moshen – das war wichtig! Ich hoffe, es wird diesmal auch wieder so. Diesmal spielen unter anderem Pisse, die du ja auch so gerne magst. Kommste vorbei Martina? Dann könnten wir Carola für ne Weile bei meiner Mama lassen und zusammen Pogo tanzen. Tut uns bestimmt gut.

Machs gut. Sei geküsst und umarmt.
Deine Anja

PS: Damit das Ganze etwas plastischer wird, habe ich Dir noch einen Flyer mitgeschickt:

Post aus Bautzen/Budyšin (Nr. 1)

In unserer monatlichen Seifenoper (immer am ersten Donnerstag in der Baiz) ist Anja grade nach Budyšin/Bautzen gezogen. Von da aus schreibt sie Briefe:

Liebe Martina

Hier in Bautzen ist es schön. Meine Mutter umsorgt uns liebevoll und die Altstadt ist wunderbar zum Spazierengehen mit Carola auf dem Arm. So viele alte Häuser, Türme, die Ortenburg. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Aber ich vermisse Dich. Was macht Jürgen? Ist er immer noch ein Elch? Komm doch mal 3 Tage nach Bautzen zur Erholung, dann kann ich dich endlich in echt umarmen.
Letztens waren wir in Dresden. Meine Mutter musste dort was einkaufen und ich dachte, daß so ein Tapetenwechsel eigentlich nichts Schlechtes ist. Woran ich nicht gedacht habe: Es war Montag. Ich schlendere also ganz gemütlich über den Neumarkt und da sehe ich ihn. Leibhaftig. Lutz Bachmann auf einem Pritschenwagen. Lutz Bachmann der quatscht, schreit und weiß wo es langgeht! Ich sage Dir, Martina: Das mit der Lügenpresse stimmt! Nicht weil die Presse schlecht über Pegida schreibt, sondern weil sie zu nett schreibt. Ich habe noch nie so abstruse Hetze aus einer derart seltsamen Parallelwelt gesehen. Die Hölle auf Erden. Wenn ich nur dran denke, muss ich fast Kotzen. Ein Glück, dass Carola schläft. Zuerst die Pegida-Hymne. Bombastischer Schwulst mit Kirchenglocken. Dann Debritz mit den Auflagen. Dann Wortfetzen: „Die Arbeitsscheuen Schreikinder“ – Das bin wohl ich. „ABSCHIEBEN!“ – Sprechchöre aus tausend Kehlen. Die Grenze müsse „geschlossen und ein Prozess der Remigration in Gang gesetzt werden“. „Die vergewaltigenden Horden von Nordafrikanern.“ Genau. DIE Nordafrikaner. Alle! Mir bleibt bei soviel unverblümten Rassismus die Spucke weg. Aber auf der Bühne – da gehts weiter. Hitler sei ein Anhänger des Islams gewesen und Pegida eine Art antifaschistische Bewegung. Aha. Frauenrechte werden gepredigt von Leuten, die sich noch nie dafür interessiert haben. Arabischer Antisemitismus wird kritisiert von den Meistern der Weltverschwörungstheorie. „Sie kommen um Europa zu besetzen“ wird ein ungarischer Bischof zitiert. „Wir bleiben um zu siegen und wir werden siegen“. Rufen die Pegidisten. Jetzt kommt Petra. „Die deutschen Männer sind keine Sexmonster“, sagt sie und hat eine interessante Mischung aus Versatzstücken des DDR-Feminismus und Rassismus zu bieten. Das Publikum ruft „Volksverräter!“
Petra: „Wir werden es nicht hinnehmen, das in unserem schönen Sachsen…“ Der Rest geht im Chor der Pegidisten unter. WIDERSTAND! schreien sie. Im schönen Sachsen, denke ich. Wo zwischen Polizei und Pegida kein Blatt passt. Wo sie sich mit Handschlag grüßen und das Problem immer die „Linksextremisten“ sind. Es ist schwer diesem Bachmann zuzuhören. Immer frage ich mich, ob er jetzt nicht langsam mal sagen sollte, dass das nur ein Sozialexperiment der Titanic oder so war. Das er sie alle verarscht hat. Aber nein. Für ihn und die selbstbewußten 1500 sächsischen Bürger, die da auf der Straße stehen, ist das was Bachmann und andere von der Bühne Kotzen die Realtität.
Was soll man da machen? Ich weiß es auch nicht, liebe Martina. Komm mich trotzdem mal in Bautzen besuchen. Da ist es schön mit all den Türmen. Unsere Tochter wächst und gedeiht. Aber ich frage mich manchmal, in was für eine schreckliche Welt wir sie hineingeschickt haben.

tausend Küsse und Umarmungen
Deine Anja

Ein paar Termine

Ein paar neue Termine und alles Berlin. Bis die Tage.

16. 09. Berlin – Drugstore/Potse auf dem Potse – Festival

17. 09. Berlin – Rigaer Srassenfest – Kundgebung – Wasweißich. So gegen 18:00 oder so

02. 10. Berlin – Supamolly – zusammen mit ALARM aus Dresden und NELLSKI. Remixpremiere für Gefahrengebiet!

6. 10. Berlin – Baiz – Der erste Kopfstand nach der Sommerpause.

Jürgen aus dem Kopfstand denkt über seinen letzten Job nach…

Jürgen, der sich in der vorherigen Kopfstandfolge vorübergehend als Andreas Meier versteckt hat, meditiert über seinen letzten Job:

Es ist 3 Uhr nachts. Jürgen macht Feierabend und setzt sich in den Monbijoupark. Nachdem er jetzt schon einen Monat bei dieser Bar am Hackeschen Markt gearbeitet hat, hält er endlich einen Umschlag mit Geld in der Hand. Nun ja, ungewöhnlich – in bar. Aber da er eine nicht existierende Person ist, kommt ihm das gerade recht. Er zählt nach und zückt sein Telefon um nachzurechnen. Jürgen hatte 6 Tage die Woche 10 Stunden gearbeitet. Und während er rechnet merkt er, dass er nur 5 Tage die Woche 8 Stunden bezahlt bekommen hat. Měrćin hatte also recht! Der hatte vor zwei Wochen gekündigt und vorher noch versucht, Jürgen zum Eintritt in die Gewerkschaft zu bewegen. Jürgen hätte das gern getan, aber was sollte er als nicht existierende Person in der Gewerkschaft? Jürgen wirft wütend einen Stein in die Spree. Vielleicht hätte er sich doch dieser Gewerkschaft anschließen sollen? Das waren doch diese Anarchisten von der FAU. Sollte Anarchistinnen eigentlich die offizielle Existenz oder Nichtexistenz von Personen kömmern?
Jürgen erinnerte sich an den Trouble im Restaurant, als diese FAU dann eine Kundgebung vor dem Laden machte. Wie der Chef dermaßen ausflippte, dass sogar die Ratten in der Küche aufhörten die herumstehenden Essensvorräte anzuknabbern und sich stattdessen erschrocken in den hintersten Winkeln verkrochen. Apropos Ratten. Das muss man mal öffentlich machen! Der Chef hatte dann Měrćin und die FAU verklagt. Herausgekommen war eine einstweilige Verfügung. Diese Arschlöcher! Austeilen, aber nicht einstecken können! Jürgen wurde immer wütender, warf weitere Steine in die Spree und murmelte Flüche vor sich hin.

Měrćin hatte recht! Der hatte ihm gestern dieses Flugblatt zugesteckt, daß die FAU am 4. Juni demonstrieren würde. Vom Hackeschen Markt zur Mall of Shame. Gewerkschaftsfreiheit statt Klassenjustiz! Klingt altbacken, aber es stimmt doch auch! Was hat irgendeiner der Kellner dieser Bar denn für eine Chance ganz allein den fehlenden Lohn einzuklagen? Aber der Chef kann lustig mit einstweilgen Verfügungen um sich werfen. Jürgen steht auf. Sein Oberkörper strafft sich. Scheiß auf die Mafia! Schluss mit Andreas Meier. Noch heute würde er zu Martina und Anja gehen und sich entschuldigen. Und morgen zur FAU. Jürgen läuft los.

Die Kopfstand-Soap von Sahara B., Der Papst, seine Frau und sein Porsche und mir gibt es immer am ersten Donnerstag im Monat um 20:00 in der BAIZ. Hin und wieder haben wir auch Gäste dabei. Nächste Folge am 2. Juni.