Archiv der Kategorie 'Kopfstand'

Kopfstand 26

Ein Elch feiert sich als Teil der Berliner Techno-Szene. Der Chef ihn als billige Arbeitskraft. Kleinkünstler essen Steine, Auftragskiller wandern durchs Watt gen Sylt. Ameise 2458 wird von der Ameisengewerkschaft durch den Tagebau gejagt. Ein ehemaliger Hausbesitzer bewohnt die einzige Sozialwohnung der Rigaer Straße. Zwei Menschen sind schwer verliebt. Wie ätzend für alle anderen. Eine in Vergessenheit geratene Kopfstand-Figur taucht wieder auf, eine andere taucht ab und eine Dritte arbeitet als Wachhund auf einer 3000Hektar großen Baustelle.

Zu viel des Guten! Das Ministerium für Schafs-Sicherheit (Schasi) schaltet sich ein. Verspätet, aber besser als nie.

Und zu allem Überfluss ist auch noch Weihnachten.

07.12.17
Einlass 20 Uhr – Beginn 20:30
Supamolly

Kopfstand 25

Heute Nacht hatte ich einen komischen Traum. Ich sitze im Supamolly auf der Bühne, habe aber keinen Text. Während die KollegInnen vorlesen stammle ich vor mich hin. Zum Glück sind es ja noch ein paar Tage bis zu einer ganz bestimmt außergewöhnlich tollen 25. Ausgabe des KOPFSTANDS:

Jetzt auch mit Ankündigung:

Die Welt steht Kopf und der Kopfstand stolpert vorwärts. Zum 25. Mal präsentieren SAHARA B, DER PAPST, SEINE FRAU UND EIN PORSCHE und GEIGERZÄHLER eine Seifenoper mit Menschen, Elchen und Meer-schweinchen in unübersichtlichem Hand-gemenge.
Während Jürgen sich vom getretenen Hund zu einem respektablen Mitbürger entwickelt, Anja über Antifa in Ostdeutschland nach-denkt, wendet sich Shadia einem insurrek-tionalistischem Wald und Wiesen – Anarchis-mus zu. Was Tom der Elch dazu denkt und wie das alles mit Meerschweinen, Outdoorläden und der der Schasi bei Bautzen zusammen-hängt, erfahrt ihr am kommenden
Donnerstag um 20:00 im SUPAMOLLY.

Jessener Str. 41, Friedrichshain, S-Bahn Frankfurter Allee

Autobrände und Kultur

Vor etwa zwei Monaten hab ich einen Kaffee mit Robert Klages vom Tagesspiegel getrunken. Geplaudert haben wir auch. Über Autobrände und Militanz anlässlich des G20 in Hamburg. Ein schwieriges Thema, weil der Grat zwischen notwendiger Kritik an bestimmten Aktionen (abgebrannte Kleinwagen zum Beispiel) und einer Entsolidarisierung gegenüber Leuten, die mit großem persönlichem Risiko versuchen ernsthaft gegen die Gentrifizierung vorzugehen, sehr schmal ist. Und Letzteres unabhängig davon, was ich strategisch sinnvoll finde oder nicht. Dann steht natürlich noch die Frage im Raum, was von solchen Diskussionen eigentlich in die bürgerliche Presse gehört.

Wie auch dem auch sei. Heute ist tatsächlich der Artikel erschienen. Wie immer fällt es mir etwas schwer, den Artikel zu lesen, weil in solchen Artikeln nowendigerweise ein längeres Gespräch heruntergebrochen und Argumentationen stark verkürzt werden. Ich würde dann immer noch gern dies oder jenes anfügen um diesen oder jenen Missverständnissen vorzubeugen. Es ist jedoch sinnlos, allzu viel darüber nachzudenken.

Was mir aber wichtig ist: Autobrände sind eigentlich ein Nebenthema.
Interessanter sind Kampagnen wie Zwangsräumung verhindern oder die diversen lokalen MieterInnen – Inis und dergleichen. Soziale Basisorganisierung eben, die sich den menschenverachtenden Interessen der Immobilienwirtschaft entgegenstellt.

Ansonsten: Auch wenn ich Kopfschmerzen kriege angesichts der widersprüchlichen Rolle der Kultur (auch was davon in den ehemals besetzten Häusern stattfindet) im Gentrifizierungsprozess kriege, ist es auch kleine Lösung, keine Kultur mehr zu machen. Wir haben gestern den ersten Kopfstand in der SUPAMOLLY gemacht. auf dem Kopfstand – Blog steht dazu Folgendes:

Feindliche Stürme! Die S-Bahn hat den Betrieb eingestellt, die U-Bahn ist so voll, daß die Fahrgäste die Sardinen in der Büchse beneiden. Die Feuerwehr empfielt, das Haus nicht zu verlassen. Am selben Abend findet der erste Kopfstand am neuen Ort statt.

Schön wars! Auch wenn wir nicht in voller Besetzung lesen und spielen konnten, weil der Papst im brandenburger Regionalverkehr gestrandet ist und nach einigen Stunden Wartezeit zurück in die brandenburger Pampa gefahren wurde, war es ein schöner Kopfstand. Danke an alle, die die Warnungen der Feuerwehr buchstäblich in den Wind geschlagen haben. Danke ans SUPAMOLLY.

Wir sehen uns dann Anfang November am selben Ort.

Apropos Lesebühne: Am Sonntag spiele ich mal wieder mit Berlinska droha. Und zwar als Gast der Reformbühne Heim & Welt“ in der Jägerklause. Das wird schön.

Und weil heute der 7. Oktober ist, noch mal ein Lied über dieses komische untergegangene Land, in dem ich geboren bin (jaja, das mit der Mauer, damit niemand rauskam. Heute baut man ja die Mauern, damit niemand reinkommt. Toll!).

KTS, LINKSUNTEN und zurück in die Zukunft

KTS und LINKSUNTEN

Zurück in Berlin. Tour sehr gemischt. Beeindruckt hat mich Freiburg. Wir haben das erste Konzert in der KTS gespielt, nachdem die Polizei da wegen LINKSUNTEN 5 Stunden lang alleine im Haus gewütet und Computer, Technik und Geld mitgenommen hat. Zum Glück war die Ausgleichskasse für schiefgegangene Konzerte in Freiburg nicht nötig. Es war ein angenehmer Abend mit einem wundervollem Publikum.

Vorher hatten wir noch die Gelegenheit uns auf der Straße mit LINKSUNTEN zu solidarisieren. Davon gibts ein Tondokument.

Ganz allgemein bin ich etwas erschrocken, wie schmal die Solidaritätswelle angesichts des krassen Angriffs auf die Pressefreiheit ist. Zumal es wirklich Unsinn ist, die AdministratorInnen von LINKSUNTEN für alles verantwortlich machen, was dort je geschrieben wurde. Da muss man sich nur Gleiches bei Facebook vorstellen.
Nun ja. Vielleicht dann doch erstmal de.indymedia.org, die auch ein gutes Solistatement geschrieben haben. Und sie sind zum Glück nicht die Einzigen.

Zurück in die Zukunft

Ich bin eigentlich etwas zu jung dafür. Trotzdem interessiere ich mich für DDR-Geschichte – grade auch für die Geschichte von Gegenkultur und Opposition. Weshalb ich mich sehr freue, bei folgender Veranstaltung zu spielen:

Remember 1987

Eine Veranstaltung zur Erinnerung an den Neonaziüberfall auf das Punkkonzert in der Zionskirche vor 30 Jahren

Am 17. Oktober 1987 fand in der, damals weitgehend ungenutzten, Zionskirche ein Punkkonzert mit der Ostberliner Band „Die Firma“ und der Westberliner Band „Element of Crime“ statt.Organisiert wurde es von einigen Leuten aus dem Kreis der Umweltbibliothek (ansässig im alten Gemeindehaus der Zionskirche) und der KvU (Kirche von Unten – damals noch obdachlos, später Villa Elisabeth).
Überregionale Bekanntheit erlangte es allerdings durch einen Überfall von Neonazis auf die Besucher gegen Ende des Konzertes. Da es damals schon gute Kontakte nach Westberlin gab, wurde in den dortigen Medien darüber berichtet und die DDR konnte das Ereignis nicht mehr stillschweigend übergehen. Zum ersten Mal musste die DDR zugeben eine neonazistische Subkultur zu haben.

Zur Erinnerung an dieses Ereignis und zur Bewusstmachung, dass das Problem Neonazis (wieder) sehr aktuell ist, haben sich die KvU und der Schokoladen Mitte in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Zionskirche entschlossen, diese Veranstaltung zu organisieren. An 2 Tagen (13./14.10.) werden Dokumentationen, Diskussionen und musikalische Beiträge das Thema aufgreifen.

Am Freitag,13.10., öffnet die Zionskirche ihre Türen um 18 Uhr. Auf der Empore unter dem Blauen Fenster wird ab 18.30 Uhr die Dokumentation „Nazis in der DDR: Der Fall Zionskirche“ gezeigt. Um 20 Uhr beginnt dann eine Diskussionsrunde mit Mitgliedern der Band „Element of Crime“, Organisatoren des damaligen Konzertes und Vertretern der Zionskirchgemeinde. Zum Abschluss des Abends wird „Geigerzähler“ ein unplugged Konzert geben. Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte wird gebeten.

Kopfstand #24

Donnerstag, 5.10. 2017
20:00 Uhr
Supamolly (Jessnerstraße 41, Planet Erde)

Oktober. Herbst. Draußen sterben die Wespen. Drinnen wird es Zeit für den Kopfstand. Alle Kopfstand-Charaktere haben den Sommer überlebt, soviel sei schon mal verraten. Doch werden sie auch den Oktober überleben?

Kopfstand Plakat

Ja.

Aber… trotzdem. Es wird natürlich spannend. Und vielleicht… lügen wir ja auch. Apropos lügen: Beim nächsten Kopfstand bekommt jede Person eine Lügenfresse geschenkt!

Lügenfresse

Ein paar Schnippsel Kopfstand als Zine!


Der Papst mit Heft auf dem Weg nach Cottbus.

Inhalt:

03 – Kopfstand – Register
05 – Wie alles anfing
08 – Svantevit in Budyšin
10 – Lyrik aktuell
12 – Tom und der Whiskey
14 – Kopfstand – Organigramm
16 – Gernot
19 – Wussten Sie schon?
20 – Brandrede bei der HIGEDAK
21 – Wussten Sie schon?
22 – Baustellen
23 – Jürgen und Fliese in Moabit
27 – Wussten Sie schon?
--ENDE--

Zu haben ist das Heftchen bei unseren/meinen Auftritten – so lange der Vorrat reicht.

Mit dem Kopfstand durchs Sommerloch

Gleich gehts los: Zwischen den festen Terminen machen wir Strassenmusik und sind offen für weitere Konzerte in der einen oder anderen Kombination.

16. 8. Rügen – Kopfstand Export

17. 8. Anklam – 20:00 Demokratiebahnhof – Kopfstand Export – Facebook-Event

19. 8. Brandenburg/Havel – Kopfstand Export

25. 8. Hamburg Kopfstand – Export auf dem Gängeviertel – Geburtstag

2. 9. Davos – Box – Kopfstand Export

3. 9. Zürich Cafe Zähringer – Kopfstand Export

6. 9. Freiburg KTS – Solifür die FAU – Kopfstand Export – Ein schöner Werbetext

7. 9. München – Olga

8. 9. Regensburg

10. 9. Budyšin/Bautzen Zum ersten mal seit langem solo in BZ. Zusammen mit „FRÜCHTE DES ZORNS“ und Sahara B.

5. 10. Berlin der erste KOPFSTAND nach der Sommerpause

Kommt ein Happy End in Bitterfeld?

Es gibt so Tage wo der Wurm drin ist. Das hab ich schon gemerkt, bevor der Papst uns angerufen hat. Warum wusste ich nicht. Schliesslich ist die VL in Halle ein absolut unterstützenswertes Projekt, das zudem noch einen absolut coolen und geschichtsträchtigen Namen hat. Dann hat Hanz angerufen. Sein Bass ist geklaut… WAS! DER BASS IST GEKLAUT! IN BITTERFELD!

Einen Tag später schrieb Hanz auf facebook:

Shit happens…
Mein legendärer Plattenbau-Bass ist mir am Bitterfelder Bahnhof geklaut worden. Hab mich im Bahnhofsbuchhandel festgelesen. Nachher war der Bass weg. Samstag so gegen 16 Uhr.
So sah der aus:

(übrigens ein altes Foto meiner verflossenen Formation Jazzbanane)
War in Bitterfeld eingepackt in eine Tasche aus dunkelblauer Plane, aber von dem verpackten Bass habe ich kein Foto.

Ich twitterte zeitgleich ein wenig und über 300 Leute retweeteten meine kleine Suchanzeige. Und das gibt Hoffnung. Denn der Bass von Hanz ist wirklich unverwechselbar! Irgendwer von diesen 300 Leuten wird den doch bemerken, wenn er nicht (was wirklich das mieseste wäre) in einem Keller verschimmelt.

Was mich betrifft, spiele ich am Pfingstmontag nachmittags solo zum Grillen gleich hinterm bitterfelder Bahnhof im AKW. Falls der Bass noch in Bitterfeld ist, könnte der Finder/die Finderin ihn ja dort vorbeibringen. Ich würde ihn dann höchstpersönlich zum Papst schleppen. Der sollte jetzt aber auch noch mal zu Wort kommen – mit einen wunderbaren Lied:

Ps: Danke an den Bassisten in der VL, der uns ohne zu zögern seinen Bass geliehen hat, danke AKW, danke allen RetweeterInnen…

Entschwörung des Kopfstands:

Mit einem interessanten Gast: http://www.classless.org/

Ankündigung bisher:

Viel haben wir schon verraten.

Aber noch viel mehr wollt ihr wissen.

Die 23 ist eine energetisch aufgeladene Zahl mit einer besonderen Bedeutung. Allerdings kennen wir diese Bedeutung nicht, und sie geht uns auch total am Arsch vorbei.

Andere Sachen sind viel wichtiger:

Was will der schmierige alte Sack mit den blonden Haaren und dem orangefarbenen Bademantel? Was ist in den beiden Koffern? … http://kopfstand.blogsport.de/

Rückschau und Vorschau

Rückschau:

Wir hatten (als Berlinska Droha) ein sehr schönes verlängertes Wochenende in Warszawa und Grodno. In Warschau wurde ein bezauberndes Konzert von einer Art Jubiläumsfeier eines Jubiläums gekrönt, welches wir im Alltagsbetrieb ganz vergessen hatten. Nicht so unsere Freunde:

Am nächsten Tag sollten wir in Grodno in Belarus spielen. Leider hatten wir eine bürokratische Finesse der belarussischen GrenzerInnen nicht bedacht. Unsere Einladung ohne Visum (ja, das ist jetzt prinzipiell möglich) galt nicht für die Einreise mit dem Zug sondern nur für den Grenzübergang ein paar hunder Meter daneben. Also wurden wir zurückgeschickt, mussten den Zug nochmal bezahlen und warteten anschließend sechs Stunden in einem gottverlassenen ostpolnischen Grenzdörfchen auf einen Bus mit Plätzen für uns. Spät nachts hatten wir dann Glück. Das Konzert musste an diesem Abend leider ausfallen. Stattdessen spielten wir am nächsten Tag gleich zwei Konzerte, die uns für alles entschädigt haben. Einen schönen Eindruck gibt dieses Filmchen:

Ich hätter gern mehr Zeit in Belarus gehabt. Ich hätte mich gern noch mit Leuten dort länger über die Proteste gegen das neue Arbeitsgesetz unterhalten.
Tags drauf hätte ich beinahe noch in Warzsawa gespielt, aber auch dazu kam es leider nicht mehr. Nicht zuletzt weil wir wegen der gradiosen Einreise/Ausreiseregelungen einen sehr umständlichen Rückweg nehmen mussten.

Ausblick:

Auch hier gibts so Einiges: Ich spiele in unterschiedlichen Kombinationen im Trckster, im Supamolly, in Eberswalde, vor der Mall of Shame und natürlich auf dem 23. Kopfstand, auf dem wir einen besonderen Gast begrüßen dürden: Daniel Kulla. Anschließend startet in Meiningen einen kleine Kopfstand-Export-Tour.

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