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THE GREAT ADVENTURES OF SLAGERPUNK

Ich muss an dieser Stelle noch mal betonen, wie großartig es ist, dass die „missratenen Töchter“ aus Hamburg beim kommenden Kopfstand ihre Vorabrelease machen. Sie schreiben auf ihrem Blog:

Kurz vorm großen Durchbruch kam der große Ausbruch…

Aber: Wir haben es gerade noch so geschafft unser erstes Album fertigzustellen. Punktlandung. We are ready to drop: THE GREAT ADVENTURES OF SLAGERPUNK Juhuu und Buhuu. Wir hatten eine große Dirndl-Tour geplant, wir wollten euch alle besuchen, auf Festivals spielen und touren. Alles dahin? Nein! Wir touren natürlich trotzdem. So wie alle anderen auch, jetzt durchs Internetz. Die neuen Aufnahmen werden im Livestream beim 47. Kopfstand das erste mal zu hören sein! Also schnappt euch ein Bier und feiert mit uns und den wunderbaren Menschen von Kopfstand aus Berlin das CD Vorabrelease beim virtuellen Quarantäne Kneipenabend! Klickt euch rein: am 02.04. um 20:30 Den Link zum Stream findet ihr unter: http://kopfstand.blogsport.de/2020/03/25/kopfstand-47″>Kurz vorm großen Durchbruch kam der große Ausbruch… Aber: Wir haben es gerade noch so geschafft unser erstes Album fertigzustellen. Punktlandung.

We are ready to drop: THE GREAT ADVENTURES OF SLAGERPUNK

Juhuu und Buhuu. Wir hatten eine große Dirndl-Tour geplant, wir wollten euch alle besuchen, auf Festivals spielen und touren. Alles dahin?
Nein! Wir touren natürlich trotzdem. So wie alle anderen auch, jetzt durchs Internetz.

Die neuen Aufnahmen werden im Livestream beim 47. Kopfstand das erste mal zu hören sein! Also schnappt euch ein Bier und feiert mit uns und den wunderbaren Menschen von Kopfstand aus Berlin das CD Vorabrelease beim virtuellen Quarantäne Kneipenabend!

Wie gesagt. Am Donnerstag um 20:30 auf http://funk.supamolly.de/

Vielleicht gibt es am Mittwoch schon einen Testlauf mit einem alten Kopfstand.

La vie s‘écoule

Das Leben rauscht an uns vorbei,
Es flieht im trüben Einerlei.
Jede Partei und jeder Staat
Macht Revolution zum Verrat.

Arbeit bringt Lohn,
Arbeit bringt Tod.
Zeit gibts im Sonderangebot.
Verlorn die Zeit, die man erwirbt,
Sie ists, an der die Jugend stirbt.

Das Aug, um wahres Glück geprellt,
Spiegelt den Schein der Warenwelt,
Wo Traum und Wirklichkeit vergehn
Sind es nur Bilder, die wir sehn.

Die Toten der Vergangenheit
Geben uns Lebenden Geleit.
Im Alten bricht das Neue an
Und tritt gewaltsam auf den Plan.

Weg mit der Macht der Religion,
des Kapitals und der Nation,
Die Stürme, die der Wind entlässt,
entladen sich als Freudenfest.

Womit man uns an Waffen droht,
Es bringt den Bossen selbst den Tod.
Niemand soll uns je mehr regiern,
von unsern Kämpfen profitiern.

Raoul Vaneigem

Übertragung ins Deutsche: M. Halfbrodt und
Gianni Med

Hab das vor sehr langer Zeit mal von französischen Anarchist*innen gelernt. Eben die Version, die sie am Lagerfeuer gesungen haben. Dabei hat sich der Takt geändert. Ich habe es einfach so gelassen. Hab mir etwas Mühe gegeben mit der Sprache, obwohl ich keinerlei französisch kann. Ich hoffe, man versteht mich trotzdem. Dann hab ich das Lied über Jahre immer wieder gespielt. Aber nie wirklich aufgenommen. Es wurde mal Zeit.

Zum Original: www.youtube.com/watch?v=utNyayqDzpQ
Schöne Version von René Binamé: www.youtube.com/watch?v=hhW6-ZZmWp8

SubSubSub vom Balkon

Hintergrund: https://berlin.fau.org/kaempfe/mall-of-shame

Hintergrund der Ansage:

„Der Rohstoff Fleisch wird knapp.“ Die Schlachthöfe arbeiten überwiegend mit ausländischen Kolonnen aus Rumänien, Bulgarien oder Polen. „Die sind Hals über Kopf in ihre Länder zurück“
https://www.bz-berlin.de/berlin/corona-krise-auch-bei-fleischereien-berliner-metzger-rohstoff-fleisch-wird-knapp

Link des Tages: Die FAU Berlin zu Klasse und Krise.

Coronaparty in physischer Distanz: DIE LEERE

Mit ausgedehner Eingangsinfo. Bei der Überbrückung der Leere hilft Krach. Vielleicht auch infernalischer Lärm. Vor allem am kommenden Sonnabend um 18.00.

Unteilbar auf dem Coronabalkon

Kalt wars. Aber schön, ein bisschen in der Öffentlichkeit zu spielen. Danke liebe Nachbar*innen.

Ich widme dieses Lied all denen, die festhängen. In zu kleiner Wohnung, ohne Wohnung und – am schlimmsten! – auf einer griechischen Insel ohne Pass und Papiere.

Anbei eine Leseempfehlung: Einige „Delfine aus der Havel“ haben die Schockstarre überwunden und einen Text geschrieben, der – nüchtern und kämpferisch zugleich – ein paar Handlungsoptionen aufzeigt. Titel: „Radikale Kritik jetzt! Raus aus der Angststarre!“

Wir wollen dazu ermutigen, jetzt erst recht aktiv zu werden und die Mahnung „Stay at home“ nicht mit dem Rückzug ins Private oder gar mit der Aufgabe kritischen Bewusstseins zu verwechseln. Daneben darf Kritik an autoritären Maßnahmen nicht zur Verharmlosung der Viruspandemie führen.

Gleichzeitig rufen wir dazu auf: Organisiert euch, lebt Solidarität und bekämpft das System! Der Kapitalismus und der markthörige Parlamentarismus sind mitschuldig an den verheerenden Auswirkungen der Pandemie und langfristig verschärfen sie die Folgen. Es bringt nichts, sich dem Ausnahmezustand billigend zu unterwerfen.

Danke dafür!

Gras

Wenn das alles vorbei ist, können wir das hören. Vielleicht auch schon jetzt.

Ansonsten: Ich versuche jetzt jeden Tag was aufzunehmen und wenn ichs nicht schaffe, krame ich was aus meinem Archiv. So wie jetzt. War eine Testaufnahme für „Deutscher Wald für deutsche Rehe“. Is ganz schön geworden, hats aber trotzdem nicht aufs Album geschafft weil nicht von mir. Geschrieben hat den Gerhard Gundermann.

Morgen mache ich wieder Balkonmusik.

Was soll schon sein?

„Kontaktverbot“ – was soll schon sein? Wie schnell es geht, einen Großteil der bürgerlichen Freiheiten einfach so per Dekret außer Kraft zu setzen. Ich verstehe schon: Den Zusammenbruch des von neoliberalen Optimierungswellen ohnehin zerrütteteten Gesundheitssystems kann niemand wollen. Auch ich versuche Abstand zu halten, beschränke Kontakt unter 1,50 m auf ein Mindestmaß. Aber es tauchen Fragen auf, die auf Twitter schon ganz gut zusammengefasst wurden:

- Wie hat die Polizei in Berlin eigentlich vor, zu kontrollieren, ob man auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu sonst einer der genannten Ausnahmen? Wie soll hier der Nachweis erfolgen?
- Wie soll unter der Verordnung sichergestellt werden, dass Kontrollen durch die Polizei unter Zeug*innen stattfinden können, ohne in spezifischen Fällen gegen die Verordnung zu verstoßen?
- Wie wird sichergestellt, dass die Formulierung „Sport und Bewegung“ von Polizist*innen nicht willkürlich ausgelegt werden? Welche Möglichkeiten haben Menschen mit Bewegungseinschränkungen im Rahmen der Verordnung, sich an der frischen Luft zu bewegen?
- Welche Daten zu Ort, Zeitpunkt und Gegenstand der Kontrollen sowie zu den von den kontrollierten Menschen geäußerten Gründen für deren Bewegung im öffentlichen Raum, werden wo und wie lange gespeichert und verarbeitet?
- Auf welcher rechtlichen Grundlage führt das Land Berlin für deutsche Staatsangehörige die Pflicht ein, ein Personaldokument mit sich zu führen?
- Wie stellt das Land Berlin sicher, das sich Menschen ohne geklärten Aufenthaltsstatus im Rahmen der Verordnung frei Bewegungen können, ohne dabei polizeiliche Willkürmaßnahmen oder RacialProfiling zu erleben? (Gilt immer, dass Problem wird nun jedoch noch größer)
- Warum räumt die Verordnung Tieren das Recht ein, von ihren Besitzer*innen in ihrem Bewegungsbedürfnis versorgt zu werden, Kindern aber nicht durch deren Eltern?

Und: Was ist eigentlich mit den Leuten, die gar keine Wohnung haben, in der sie sich einschließen können? Was mit denen, deren „Zuhause“ eine Hölle ist? Wo sollen die hin?
Hinzu kommt: Wie lange wird das gehen und was bleibt davon übrig, wenn die konkrete Bedrohung durch das Virus vorbei ist? Der Kapitalismus kann von mir aus jetzt gerne untergehen. Das wird er aber nicht so einfach, selbst wenn jetzt auch positive Dinge passieren, die noch vor ein paar Wochen unmöglich schienen wie ein Stopp von Wohnungsräumungen. Ich fürchte dennoch, am Ende in einer (digitalen) Diktatur aufzuwachen und hoffe, dass das nur ein Alptraum ist. Aber wer weiß das schon? Ich nicht.

Zu den Folgen des Kontaktverbots: Soziale Folgen des „Social Distancing“

Während ich versuche, mir auf alles einen Reim zu machen, renoviere ich mein Bandcamp. Heute habe ich mein vorletztes Soloalbum hochgeladen: Was soll schon sein. Aufgenommen 2014 in Winterthur von Thomas Kurmann. Viel Spaß damit.

Am Ende noch Wünsche: Bleibt (werdet) gesund. Bleibt solidarisch. Bleibt kritisch.

Und ganz am Ende noch ein Link: Die Antwort nicht den Autoritären überlassen!

Balkonkonzert

Gerade fühlen sich alle Songs, die ich vor Corona geschrieben habe an wie aus einer anderen Welt. Ich habe heute trotzdem ein paar auf einem Balkonkonzert in der Rigaer gespielt. Der hier ist vielleicht doch ganz gegenwärtig: Dystopia!

Tour, Erfurt, Tour

Die Tour ist vorbei und es war doch schön
Ich führe gern weiter und bleib wieder stehn
Alles hat mal ein Ende, weiß doch jeder von Euch
Auf Wiedersehn!

Doch bevor ich gehe und mich in der Normalität einrichte, möchte ich noch mal allen danken, die von Běła Woda bis Freiburg, von Potsdam bis München Konzerte organisiert, gekocht, Tresen gemacht, Spenden gesammelt haben. Ihr wart Klasse, es war schön und bis zum nächsten Mal. Nebenbei ein Lied, dass ein bisschen aus dem Blick geraten ist und das ich auf der Tour wiederentdeckt hab:

Gestern war ich noch in Erfurt. Das lag so schön zwischen Regensburg und Berlin – da musste ich einfach aussteigen und meinen Rollkoffer ein wenig zwischen laut VeranstalterInnen 18000 DemonstrantInnen hin und her ziehen. Im Nachhinein bin ich mir nicht mehr ganz sicher, wie ich es fand. Sicher, eine indirekte Beteiligung des offensichtlichen Faschisten Höcke an der Macht ist so beängstigend, daß ich bereit bin einige Kröten zu schlucken. Mir macht es dennoch nicht wirklich Spaß mit den Agendaparteien Grüne und SPD auf einer Demo zu laufen und auch zur regierungslinken Linkspartei ist mein Verhältnis ambivalent (über die Stalinospinner von MLPD und FDJ will ich jetzt nicht reden).
Ich fürchte, dass es für eine antikapitalistische, außerparlamentarische Linke nicht leicht sein wird, da nicht einfach untergepflügt zu werden.

Am Abend hat es mich noch ins AJZ verschlagen, wo ich spontan Vorband für die Creme de la Creme des sächsischen und anhaltinischen Antifa-Punks sein durfte. Da fühlte ich mich gleich richtig zu Hause. Ein schöner ungeplanter Tourabschluss in subkulturellem Ambiente.

Irgendwann im späten Frühling möchte ich noch einmal eine kleine Tour durch Nord- und Westdeutschland machen. Bis dann.

Deutscher Wald für Deutsche Rehe – Tourplanungen

Neues Album neue Tour. Eine unvollständige Vorankündigung:

30. 1. – Vorabgig: Berlin Lichtenberg – JC Bar - Türrschmidtstr.

31. 1. Potsdam – Olga

1. 2. Cottbus/Chóśebuz – Galerie Fango FB – Event

3. 2. (Nachmittag) – Weißwasser/Běła Woda

3. 2. (Abend) Dresden – Fliese

5. 2. Plauen – Schuldenberg

6. 2. (außer der Reihe) Berlin – Kopfstand im Supamolly

8. 2. Bingen – JUZ

9. 2. Frankfurt – Exzess

11. 2. Karlsruhe – Cafe Noir

12. 2. Freiburg – KTS – Nach der Häuserkampfsprechstunde

13. 2. München – Olga

14. 2. Regensburg – Wagenplatz



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