Archiv der Kategorie 'Konzerte und Termine'

Deutscher Wald für deutsche Rehe

Mit der Axt im deutschen Wald

„Die Deutschen haben eine ganz besondere Beziehung zu ihren Wäldern“ Karsten Hilse, AfD

Mit Fluppe in Höckes Fichten

AbDafür!
Labelkonzert
& Releaseparty des Albums „Deutscher Wald für deutsche Rehe“ von „Geigerzähler“

28. 9. in der KvU
Start 20:00

Es spielen:

Fartuuna (Ukulismus und Poesie)
Merle (Gesang und Cello)
Konny (Linkspolitisches Wanderakkordeon)
Wunstra (Waschbär mit Beats)
Safety First (Onehumangitarrenpoesieband)
Geigerzähler (Raucher und Geiger)
Mogli (Lieder mit Zorn)
SongX (Filetstücke aus dem Mülleimer)
MisterKnister (Feuer und Show)
Meas (Lyrik und Revolution)

Wir solidarisieren uns mit den TUMALWAT Aktionstagen. Ein Teil der Einnahmen der Veranstaltung geht an die räumungsbedrohte Liebig34.

#WannWennNichtJetzt in Budyšin

Ich freue mich auf den kommenden Sonnabend. Da hab ich nämlich die Ehre, bei der #Wannwennichtjetzt – Veranstaltung in Budyšin/Bautzen zu spielen. Und zwar gegen 14:00 am Kornmarkt.

Warum tun wir das?

Nicht erst mit den anstehenden Landtagswahlen und der Gefahr schwarz-blauer Landesregierungen werden soziale und politische Rechte in Ostdeutschland offen angegriffen und ein Klima der Angst und des Hasses nach Unten geschürt. Auch sind Rassismus und soziale Spaltung nicht nur ein Problem des Ostens, doch Geflüchteten, Linken oder LGBTIQ* begegnet hier besonders häufig die offene Gewalt auf der Straße.

Wir treten der menschenverachtenden, rassistischen und autoritären Politik der AfD, die jeglicher emanzipatorischer gesellschaftlicher Veränderung im Wege steht, entschieden entgegen. Ebenso verurteilen wir den gesamtgesellschaftlichen Rassismus und richten unsere Kritik an all jene Parteien und Institution, die in den letzten 30 Jahren vor allem neoliberale Wirtschaftspolitik gestärkt und progressive gesellschaftliche Arbeit geschwächt haben. Eine solche politische Linie zeigt sich für uns u.a. im Blockieren von Jugendarbeit, in mangelnder Förderung kultureller Angebote und in der Kriminalisierung des Engagements gegen (extrem) rechte und ihre Strukturen. Diese Politik trägt eine Mitverantwortung für das Wiedererstarken der gesellschaftlichen Rechten auf der Straße, in zivilgesellschaftlichen Strukturen, sowie in zahlreichen staatlichen Institutionen. Diese Kritik betrifft insbesondere, aber nicht ausschließlich, die sächsische CDU.

Mit der Marktplatz- und Konzerttour senden wir ein Signal, dass wir uns den öffentlichen Raum nicht nehmen lassen. Wir wollen eine offene und solidarische Gesellschaft, in der:

– du deine Nachbar*innen unterstützt, wenn sie aus ihrer Wohnung geschmissen werden sollen

– niemand Angst haben muss, aufgrund von Aussehen oder Kleidung diskriminiert zu werden

– Menschen mit 40-Stunden-Woche am Ende des Monats keine Geldsorgen haben müssen

– Jugendliche keine Angst vor der Zukunft haben müssen und Rentner*innen in Würde leben können

Gemeinsam wollen wir emanzipatorische Gesellschaftsentwürfe erarbeiten und uns nicht nur an rechten Strukturen abarbeiten. Wir machen lokale soziale Problemlagen zum Thema und finden progressive Antworten darauf, z.B. in den Bereichen Jugendarbeit, Kunst und Kultur, Gestaltung und Belebung des öffentlichen Raums, Strukturwandel und Infrastruktur, solidarische Strukturen in der Nachbarschaft und für geflüchtete Menschen. Wir thematisieren die ungerechte Chancen- und Vermögensverteilung in unserer Gesellschaft, die auf maßloser kapitalistischer Ausbeutung von Menschen und Natur beruht. Wir sind überzeugt, dass es neue und gemeinschaftliche Formen des Wirtschaftens braucht, um die Umwelt zu retten und allen Menschen auf dieser Welt ein Leben in Würde zu ermöglichen.

2019 jährt sich zudem das Ende der DDR 1989 zum dreißigsten Mal. Aus diesem Anlass wollen wir einen Fokus auf die emanzipatorischen und progressiven Kräfte der DDR-Opposition legen. Wir unterstützen Initiativen und Gruppen, die die Nachwendezeit und den Treuhand-Komplex kritisch aufarbeiten wollen. Wir überlassen dieses Thema nicht der politischen Rechten, die versucht, ihn zu instrumentalisieren.

Gespräche in der Ostblueshöhle

Letztens hab ich in Speiches Rock und Blueskneipe fürs Rockradio gespielt und geredet. Schön wars und interessant. Hab mich gefreut mal in die Reste dieser in der DDR wichtigen Gegenkultur einzutauchen. Das ist auch filmisch festgehalten worden.

Die Leere

Seit einer Weile mache ich hin und wieder unter der Spree Straßen-, nein! Tunnelmusik. Normalerweise spiele ich da immer eher sphärische Sounds. So etwa (mit meinem Kollegen E. an der Gitarre).
Letztens hab ich aber alte Freunde getroffen, die diesen kleinen Youtubekanal machen. Da ist mir dann ein recht neues Lied eingefallen, das wie für diesen Tunnel geschrieben ist:

Wombats Nachlese

Letztens mal wieder zur Unterstützung eines Arbeitskampfes gespielt. Alles weitere und ein bisschen Geigerzähler im folgenden Video:

Lügenfresse 14 – Vorwort

Irgendwann zwischen Grunewald, Maidemo und der anschließenden folkloristischen Müllverbrennungsanlage in der Rigaer muss ja auch noch die Lügenfresse gemacht werden, dachte der eine bescheuerte Kleinkünstler und setzte sich vor seinen Rechner.
Da sitzt er nun und tippt und schnippelt und wenn er fertig ist muss er schon wieder demonstrieren – am 2. Mai, dem Kampf und Feiertag der Erwerbslosen. Er denkt über Roboter nach und ob sie seine Freunde sind, verschiebt das aber auf ein postkapitalistisches Zeitalter. Dann wird er dem KOPFSTANDGENERATOR beim Produzieren interessanter Texte ohne Logikfehler zuschauen. Die Texte werden dann an eine SCHNIPPSELMASCHINE weitergegeben, die in Rekordzeit echte und ambitionierte Schnippsellayouts produziert.

Allerdings müssen wir vorher wohl noch die Deutsche Wohnen und ein paar Andere, vor allem aber die Produktionsmittel enteignen und bis dahin werden wir noch ein paar Kopfstände und Lügenfressen per Hand machen müssen. Das ist ärgerlich, aber nicht zu vermeiden. Und dann, in der postkapitalistischen Gesellschaft, haben wir womöglich viel mehr Zeit und dann könnten wir ja auch…

Wie dem auch sei: Wir möchten Euch an dieser Stelle noch einmal zum 40. KOPFSTAND einladen. Wir haben neben ausgewählten Texten der letzten 39 Kopfstände auch illustre Gäste:

A Thousand Yellow Daisies (OneWomanOneGuitar), Benny Baupunq (Panzer), Classless Kulla (Entschwörungstheoretiker) Chemtrailfabrik (AluHopHipHut), Der Papst, seine Frau und sein Porsche (göttlicher Scheiß), Die ErlOI!chtung (Om!Om!Om!) Geigerzähler (möchte anonym bleiben), Jacke Schwarz (traurige Lieder), Les Guitares Noires (noch traurigere Lieder), Sahara B (Texte aus Buchstaben, Waschbrett aus Stahl), The Incredible Herrengedeck (Chanson aus dem Eckstadion), Tolstoi Sushi (dekadenter Rap), Wunstra (Mentalität eines Waschbären).

Im Anschluss Tanz mit DjinCQ

Damit hat der bescheuerte Kleinkünstler es beinahe geschafft ein richtig langes Vorwort zu schreiben. Und weil er findet, dass das immer noch nicht genug ist, hat sein inneres Plenum im Konsens beschlossen, noch das Statistikbüro des Kopfstands zu zitieren:

„39 Kopfstände in über vier Jahren. Über 70 Stunden Programm auf über 1000 Seiten.
Das bedeutet: Knapp 20 Figuren, ein Satelit, 2 Sekten, 3 Auftragskiller, 1000 Stunden Plenum, 0 Konsens-Entscheidungen, 20 Kilo Puderzucker, ein toter Milliardär, 3 esoterische Skinheads, 37 ohne Curry, ein Wolf im Mauerpark, ein Gestaltenwandler im Kopf, eine abgehackte Hand, ein aufgefressener Jäger, Eisbären unter der Erde, viele Beziehungen, viel mehr Trennungen, Bewerbungen, Abwerbungen, Kunst im weitesten Sinne, 3000 Hektar Parkhaus, die Schafs-DDR auf dem Czorneboh, eine Büchsenfleischfabrik, ein Computer auf koreanisch und außerdem…“

Das ist doch was! Wir sehen uns am Freitag den 10. Mai!

GZ

Besuch aus Belarus

Gleich im Trixxxta:

Atze Wellblech prähistorisch

Das ist lange her. Die Liebig 14 stand noch und die Brunnen 183 wurde gerade geräumt. Und an den Kopfstand haben wir noch gar nicht gedacht. Da waren Hanz und ich in Moabit und haben ein paar schöne Aufnahmen gemacht.

Der Papst schreibt:

Lange war es eine Legende. Ein Flüstern. Ein Raunen im Wind. Ein Sagenstoff, an dem sich die Fantasien entzünden, wie das Necronomicon, der Slenderman oder Area51. Offiziell wurde seine Existenz niemals zugegeben.
Letzte Woche Mittwoch fanden Bauarbeiter bei Aushubarbeiten in Berlin-Moabit dieses Tondokument, das von Experten als echt eingestuft wird.

Kopfstand 39