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Filmmusik in Dresden

Während in der Rigaer gespannt auf die Wiedereröffnung der Kadterschmiede gewartet wird, sitze ich bei Dresden, erfreue mich an Tagesspiegelkommentaren und probe für eine Filmmusik, die morgen live am Elbufer aufgeführt wird.

Am 15. Juli, dem Tag unserer Kurzfilmnacht in Dresden, wird an verschiedenen Stellen der Stadt Dresden – u.a. in 86 Straßenbahnen, am Hauptbahnhof und im Flughafen – immer wiederkehrend ein kleiner, gezeichneter Film gezeigt: Eine Animation über Krieg und Frieden. Im Rahmen der Kurzfilmnacht der Filmnächte am Elbufer erklingt dazu schließlich live die Musik von Berlinska Dróha. Wir sind gespannt! — – hier: Filmnächte am Elbufer.

Entspannung mit dem Weißkohlraumschiff

In dem ganzen Chaos in der Nachbarschaft braucht es auch hin und wieder Entspannung. Mit Berlinska Droha waren wir vor zwei Jahren in Belarus und haben da unter anderem in den Wäldern bei Minsk gespielt. Robert Eckstein hat daraus ein sehr poetisches Video gemacht. Viel Spaß:

Nach dem Krafttanken: Heute Videokundgebung, am 4. 7. „Wir wollen Wohnungen“ – Demo von Geflüchteten, die sich nicht zuletzt mit der vor der Räumung als Infrastruktur genutzten Kadterschmiede solidarisieren und natürlich am Dienstag das Großartige „Weg mit der Ohnmacht“ – Festival. Ansonsten jeden Abend um neun scheppern gegen Gefahrengebiet und Räumung. Wir sehen uns!

„Weg mit der Ohnmacht“

Bei Indymedia gefunden. Verfasst von einem gewissen Jürgen Kadeweit. Ach ja… Ich spiel da auch! Mit Berlinska Droha und auch Solo!

Vor über einer Woche wurde die Rigaer 94 teilgeräumt. Seitdem ist eine Menge passiert: Spontane und angemeldete Demos, Sachschäden, solidarisches Topfschlagen, Pressekonferenzen, Hausverbote für die Staatsgewalt beim Bäcker an der Ecke, ein solidarisches HipHop-Konzert und vieles mehr.
Am 5. 7. wird der Fall erstmals vor Gericht behandelt. Vertrauen in die Justiz ist allerdings nicht angebracht. Die Justiz ist schließlich dazu da, den reibungslosen Ablauf des Kapitalismus im Sinne des Kapitals zu lösen. Wir haben das schon bei der Liebig 14 gesehen. Was auch immer bei der Kadterschmiede herauskommt – wir müssen weiter auf der Straße bleiben und Zwangsräumungen, Gefahrengebieten und dem gesellschaftlichen Rechtruck unseren Widerstand entgegensetzen. Dafür werden wir einen langen Atem brauchen.
Ein kleiner Baustein auf diesem Weg soll ein Konzert am 5. 7. an der Ecke Rigaer/Liebigstr. (Dorfplatz) zwischen 14:00 und 22:00 sein. Mittlerweile haben schon einige interessante Musiker_innen und Texter_innen ihr Kommen angekündigt:

Sahara B.
(Texte aus der Absurdität des Alltäglichen), Anderersaits (Singer/Songwriter), Yok (Kleinkunstpunk), Die Diebin (Geige und Gesang), Das Friedel (Beatbox), Konny (Kleinkunstpunk), Miss Jasmine Pearl (Chansons), Tintenwolf (Texte und Weltrevolution) Geigerzähler (Geige und Gesang aus dem Gefahrengebiet), The Incredible Herrengedeck (Chansons aus Berlin), Robert Klages (Lesebühnentexte), Berlinska Dróha (Chansons, Folk, Punk aus Berlin/Łužica), Dampf in allen Gassen (anarchoakustischer Patchworkpunk)…

Weitere werden hinzukommen. Außerdem wird es Redebeiträge zur aktuellen Situation, zu stadtpolitischen Themen und dem Widerstand gegen Genrifizierung und Repression geben.
Auch am Beginn der Veranstaltung wird es sehenswerte Acts geben! Wenn Ihr sie sehen wollt – kommt pünktlich.
Am 5. 7. sind noch weitere Aktionen in Planung. Achtet auf Ankündigungen. Außerdem wichtig: Die Demo am 9. 7.. Hier könnte so einiges zusammenkommen.

No Pasaran!
Für den libertären Kommunismus!

Update: Das Ganze entwickelt sich in Richtung einer kl. Festivalkundgebung. Vielleicht nicht das Schlechteste nach der Fusion. However: zwei weitere schicke Bands haben zugesagt: Szadensersatz in Form von Gerümpel (Fahrstuhlmusik aus dem Gefahrengebiet) und Nunofyrbeeswax (Garage/Berlin).


Quelle

Dies und das und nächste Konzerte:

Gibts was zur neuen CD zu sagen? Ja. Ihr bekommt sie bei meinen Konzerten und sonst nirgendwo. Jedenfalls bis die Vinylscheibe draußen ist, und das wird Anfang Oktober sein. Vorerst möchte ich aber die Danksagung aus dem Booklet (also mich selbst :-) zitieren:

Dank und Grüße:

Die wunderbaren analogen Aufnahmen hat Smail ShocK gemacht, gemischt und gemastert. Darüber hinaus hat er auch mit seinem Ohr und seinem Händchen bei der Auswahl von Arrangementvarianten und Takes Entscheidendes zu diesem Tonträger beigetragen. Uta, Johanna, Anke und Robert haben den Chor bei Fettchenhauers Alptraum und Gefahrengebiet gesungen. Das Artwork samt Fotos kommt von Stefan Hanusch. Diese CD würde es in dieser Form nicht geben ohne die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Kulturkatze/Setalight. Danke Euch allen! Dzakuju!

Danken möchte ich weiterhin allen, mit denen ich in den letzten Jahren Musik gemacht und Bühnen geteilt habe (insbesondere Uta und Hanz mit denen ich jeweils die Duos Berlinska Droha und Atze Wellblech teile). Darüber hinaus auch denen, die in den letzten Jahren Konzerte mit mir veranstaltet haben. Ohne Euch gäbe es diese seltsame Kunstfigur „Geigerzähler“ gar nicht.

Grüße gehen (stellvertretend für alle, die der kapitalistischen Normalität und dem gesellschaftlichen Rechtsruck etwas entgegensetzen) an die Leute in der Rigaer, die sich nicht einschüchtern lassen, die Anarchist*innen, Linken, Antifa- und Antiraaktivist*innen in den kleineren ostdeutschen Städten, die trotz widriger Bedingungen immer noch dort sind, die FAU Berlin und Zwangsräumung verhindern, die auf unterschiedliche Weise soziale Kämpfe auf den Tisch werfen und zugleich rassistischen Spaltungen entgegentreten.

Ihr seid die Hoffnung! Weiter geht’s!

Soweit. Das musste jetzt mal gesagt werden. Jetzt kommt wieder Alltag: Zuerst mal der Kopfstand in der BAIZ kommenden Donnerstag. Wir sind schon wieder dabei eine komplexe und seltsame Storyline zu basteln. Und wir haben wahrscheinlich einen Gast.
Normale Konzerte gibt es natürlich auch noch: Zum Beispiel das hier in Warszawa am 7. 5. Worauf ich mich sehr freue. Ich bin ja gerne in Osteuropa, auch wenns da grade in Polen zur Zeit politisch richtig scheiße ist. Aber es gibt eben auch ne ganze Menge Leute dort, die das genauso sehen. Ärgerlich ist aber, dass ich das RAK – Treffen verpasse, das zeitgleich in Hannover stattfindet.

Weiter gehts am Dienstag drauf in Kreuzberg im Tommy Weissbecker Haus. Dort hat der Schicksaal Geburtstag und macht nen ganzen Monat jeden Tag irgendwas. A 10. 5. eben mich. Einen Tag später wirds wieder ganz politisch und so. Da spiele ich auf dem Lausitzcamp. Das freut mich, weil ich Vattenfall schon immer ans Bein pinkeln wollte und so endlich die ersehnte Gelegenheit dafür bekomme. Anschließend gehts ab in die Oberlausitz nach Mittelherwigsdorf. Dann mal wieder mit Berlinska Droha und zwar beim Neiße-Filmfest, wo Robert auch mal wieder das Weißkohlraumschiff zeigt.

Soweit zur nahen Zukunft: Zum Schluss ein Rückblick auf den Tag der Befreiung letztes Jahr:

Kombiniert mit einem Ausblick:

Glücklich und kaputt

Releaseparty vorbei, CD draußen. Sieht gut aus und hört sich noch besser an. Sagt jedenfalls Meas Tintenwolf in seiner Rezension, die gleichzeitig auch Ankündigung war. Eine weiteren Text zu mir, dem Gefahrengebiet und den SOLLBRUCHSTELLEN hat Peter Nowak in der Freitag-Community geschrieben.

Wärenddessen bin ich angenehm kaputt, verpeilt aber gut gelaunt. Schön wars! Danke noch mal an alle beteiligten BarkeeperInnen, MusikerInnen, EinlasserInnen, TechnikerInnen…!
Und weiter gehts! Zun B-Gala im Supamolly!

Steinherz (kein Frühlingslied)

Das Lied gibts übrigens nochmal in einer anderen Version mit mehr Instrumenten.

Wokolo Róžka/Um die Ecke auf Bandcamp

Vetoria hat unsere erste CD auf Bandcamp gestellt. Was ne gute Sache ist. Viel Spaß beim Hören:

Druck

Gefilmt in Parecca in Belarus:

Dzakuju W.

Šołta Frank

Berlinska Dróha – Šołta Frank from R.E. on Vimeo.

Kommende Termine

Die Berlinska Droha – Tour ist zu Ende. Ich bin immer noch bezuckert von unser großartigen Reisegruppe und den wunderbaren Menschen, die wir unterwegs getroffen haben. Mein Zustand lässt sich mit kaputt und glücklich beschreiben.
Zurück in Berlin: Der Kopfstand in der Baiz hat das erste Mal ohne mich stattgefunden. Soll eine schöne Geschichte gewesen sein, hab ich gehört. Im März bin ich aber wieder mit dabei.

Jetzt ist es aber erstmal Zeit, ein paar neue Termine in die Welt zu werfen:

  • 12. 2. Berlin – Geige zu Elektro im Fischladen mit Gazelle Horn aus Leipzsch
  • fischladen 12. 2.

  • 26. 2. Münster – Baracke – Facebook
  • baracke in münster-plakat

  • 3. 3. Berlin – Baiz – Kopfstand
  • 18. 3. Berlin – TBA – Konzert zum Tag des politischen Gefangenen mit der Overall Brigade
  • 19. 3. Hannover – Sturmglocke – mit der Overall Brigade
  • 7. 4. – Berlin – Baiz – Kopfstand