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Atze Wellblech am 18. März

Zum Tag der politischen Gefangenen spiele ich mal wieder mit Atze Wellblech in den schönen neuen Heiligen Hallen soli für die Rote Hilfe. Vorher proben morgen ab halb vier wir mal öffentlich in der Spandauer Fußgängerzone. Geld muss ja auch noch reinkommen für die Schrippen und so. Eingegroovt und abgehärtet durch den rauhen spandauer Märzwind spielen wir bestimmt ein tolles Konzert. Die Bühne teilen wir uns mit Konny und Wunstra.

Kopfstand 20 in Bild und Ton

Ein Clip von Robert Eckstein:

KOPFSTAND#20 – musikalische Chaos-Kulturbühne aus Berlin from R.E. on Vimeo.

Kopfstand, Export und Atze Wellblech

Schönes Neues!

Den 19. Kopfstand haben wir erfolgreich hinter uns gebracht. Schön isses gewesen. Nicht zuletzt wegen A thousand yellow daisies, die uns mit ihren traurigen Liedern bezauberte. Beim Wortanteil sind zu Saharas Texten Tränen geflossen. Lachtränen. Ein Beispiel: „Drei bescheuerte Kleinkünstler“ (die anderen Teile folgen demnächst). Hanz und ich haben auch was geschrieben: „Es wird hell“ (ein bekiffter Jürgen denkt über die Welt nach). Und ja, ich auch: „Zum Glück kein Nafri“.

Demnächst fahren wir ein bisschen in der Gegend herum. Leider ohne den Papst, denn der hat terminliche Schwierigkeiten. Die Tour fängt in Halle an. Auf der Website der VL steht in bisher kürzester Form, was der Kopfstand eigentlich ist:

Ein Sammelsurium trashiger Geschichten aus den Trümmern der Hausbesetzerszene. Zwischen Kneipensumpf und Gesellschaftskritik, zwischen Dreiecksbeziehung und Knast, zwischen Hausbesetzung und Hackerangriff treiben die Figuren durch das wirre Leben. Es geht um einen vor die Hunde gekommener ehemaliger IT-Pionier, eine pleite gegangene Esoterik-Unternehmerin, ein gerade geboren werdendes Baby und 2 der menschlichen Sprache mächtige Elche (Aufzählung unvollständig). In den Nebenrollen u.a. eine mafiöse Organisation, die eine der Hauptfiguren auf dem Kieker hat, eine Psychosekte, die über mysteriöse Einflussmöglichkeiten verfügt, und der nordkoreanische Geheimdienst.

21. 1. Halle VL

22. 1. Saalfeld – Schlossberg

24. 1. Regensburg

25. 1. Davos Box

28. 1. Basel OFF

1. 2. Kassel im „ColorLabor“ (das ist der KulturWerkstattLaden vom Hausprojekt Agathe, Tannenheckerweg 3

Dann fahren wir für den regulären Kopfstand mal kurz nach Berlin…

2. 2. Berlin Prenzlauer Berg – KOPFSTAND Nr. 20 um 8 Uhr abends in der BAIZ mit ALARM aud Dresden und endlich gaaaaanz offizieller Sollbruchstellen CD-Release. Außerdem Wiedersehen mit Hanz.

…und schließen das Ganze im guten Sachsen ab.

3. 2. Meissen – Kopfstand – Export

Als Nachschlag gibt es kurz darauf den ersten Kopfstand-Export in Berlin.

9. 2. Berlin Friedrichshain Kopfstand Export im Schein der Leselampe in der Zukunft (am Ostkreuz)

Jenseits des Kopfstands spiele ich dann am 19. 2 zur Abwechslung mal wieder Solo als Gast der Reformbühne in der friedrichshainer Jägerklause. Und am 18. 3. kommt tatsächlich, wirklich und in echt das erste Atze Wellblech – Konzert seit eineinhalb Jahren. Diesmal in den Heiligen Hallen.

Zur Erinnerung:

Der 18. Kopfstand

Am ersten Dezember wird die weltbekannte Waschbrett-Geige-Kontrabass-Lesebühnen-Soap wird volljährig.

Der*die*das Kopfstand kann jetzt wählen gehen und Waschmaschinen kaufen. Aber wird er*sie*es das auch tun? Elche beschließen unterdessen, nach einer halben Flasche Whisky, straight edge zu werden. Die FAE (Föderation Anarchistischer Elche) wird wiederbelebt. Gangstarapper Jürgen und Gangstarapperin Martina haben sich getrennt, Anja hat davon noch nichts mitbekommen und schreibt weiter Briefe aus Budyšin/Bautzen. Die aus dem Zoo ausgebrochenen Tiere, das Sigmar Gabriel Truth Movement, HIGEDAK (Hipster gegen die Animalisierung des Kiezes) und die Back to the roots-Bewegung für die Wiederbewaldung Berlins (BTTR) führen politische Debatten, die von der Wahrheits-Rap-Combo „Chemtrailfabrik“ begleitet werden. Zwischendurch spielt eine ko(s)mische Esoterik-Oi-Band namens „Die Erloi!chtung“ (ohm ohm ohm). Und so weiter und so fort. Wie so oft mit:
Geigerzähler (Geige, Texte, Arien), Sahara b. (Waschbrett, Texte, Gangstarap) Der Papst, seine Frau und sein Porsche (Coverband, Kontrabass, Mega-Hits, Texte). Special Guest: Wayne Lost Soul! Eintritt: Spende.

Putacion/Paraguay, 17.5.2039

Es war schon früher Nachmittag, als Lukas die Treppen zu Antonios Kellerwohnung herunterstieg. Viel Zeit hatten sie nicht, vielleicht 3 oder 4 Stunden, dann würde für ihn die allabendliche Ausgangssperre in Kraft treten. Bis 19 Uhr musste er zurück in der Unterkunft sein, das hatten die Behörden von Putacion so verfügt, nachdem es vor ein paar Wochen massiven Ärger gegeben hatte. Natürlich konnte er nichts dafür, und die allermeisten Europäer, die in seinem Containerlager wohnten, auch nicht; höchstens vielleicht diese paar Bekloppten aus Block 4, die gerne durch die Stadt zogen und ihre paar Pesos in Zuckerrohrschnaps umsetzten. Idioten hast du halt überall. Lukas sah zu, dass er sich von denen fernhielt, aber für die Einheimischen waren sie halt alle nur „die Europäer“…

Ein Text vom Papst. Weiter gehts beim Kopfstand-Blog, auf dem ab jetzt jeden Tag Auszüge aus den vergangenen 16 Kopfständen veröffentlicht werden.

Post aus Bautzen/Budyšin (Nr. 1)

In unserer monatlichen Seifenoper (immer am ersten Donnerstag in der Baiz) ist Anja grade nach Budyšin/Bautzen gezogen. Von da aus schreibt sie Briefe:

Liebe Martina

Hier in Bautzen ist es schön. Meine Mutter umsorgt uns liebevoll und die Altstadt ist wunderbar zum Spazierengehen mit Carola auf dem Arm. So viele alte Häuser, Türme, die Ortenburg. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Aber ich vermisse Dich. Was macht Jürgen? Ist er immer noch ein Elch? Komm doch mal 3 Tage nach Bautzen zur Erholung, dann kann ich dich endlich in echt umarmen.
Letztens waren wir in Dresden. Meine Mutter musste dort was einkaufen und ich dachte, daß so ein Tapetenwechsel eigentlich nichts Schlechtes ist. Woran ich nicht gedacht habe: Es war Montag. Ich schlendere also ganz gemütlich über den Neumarkt und da sehe ich ihn. Leibhaftig. Lutz Bachmann auf einem Pritschenwagen. Lutz Bachmann der quatscht, schreit und weiß wo es langgeht! Ich sage Dir, Martina: Das mit der Lügenpresse stimmt! Nicht weil die Presse schlecht über Pegida schreibt, sondern weil sie zu nett schreibt. Ich habe noch nie so abstruse Hetze aus einer derart seltsamen Parallelwelt gesehen. Die Hölle auf Erden. Wenn ich nur dran denke, muss ich fast Kotzen. Ein Glück, dass Carola schläft. Zuerst die Pegida-Hymne. Bombastischer Schwulst mit Kirchenglocken. Dann Debritz mit den Auflagen. Dann Wortfetzen: „Die Arbeitsscheuen Schreikinder“ – Das bin wohl ich. „ABSCHIEBEN!“ – Sprechchöre aus tausend Kehlen. Die Grenze müsse „geschlossen und ein Prozess der Remigration in Gang gesetzt werden“. „Die vergewaltigenden Horden von Nordafrikanern.“ Genau. DIE Nordafrikaner. Alle! Mir bleibt bei soviel unverblümten Rassismus die Spucke weg. Aber auf der Bühne – da gehts weiter. Hitler sei ein Anhänger des Islams gewesen und Pegida eine Art antifaschistische Bewegung. Aha. Frauenrechte werden gepredigt von Leuten, die sich noch nie dafür interessiert haben. Arabischer Antisemitismus wird kritisiert von den Meistern der Weltverschwörungstheorie. „Sie kommen um Europa zu besetzen“ wird ein ungarischer Bischof zitiert. „Wir bleiben um zu siegen und wir werden siegen“. Rufen die Pegidisten. Jetzt kommt Petra. „Die deutschen Männer sind keine Sexmonster“, sagt sie und hat eine interessante Mischung aus Versatzstücken des DDR-Feminismus und Rassismus zu bieten. Das Publikum ruft „Volksverräter!“
Petra: „Wir werden es nicht hinnehmen, das in unserem schönen Sachsen…“ Der Rest geht im Chor der Pegidisten unter. WIDERSTAND! schreien sie. Im schönen Sachsen, denke ich. Wo zwischen Polizei und Pegida kein Blatt passt. Wo sie sich mit Handschlag grüßen und das Problem immer die „Linksextremisten“ sind. Es ist schwer diesem Bachmann zuzuhören. Immer frage ich mich, ob er jetzt nicht langsam mal sagen sollte, dass das nur ein Sozialexperiment der Titanic oder so war. Das er sie alle verarscht hat. Aber nein. Für ihn und die selbstbewußten 1500 sächsischen Bürger, die da auf der Straße stehen, ist das was Bachmann und andere von der Bühne Kotzen die Realtität.
Was soll man da machen? Ich weiß es auch nicht, liebe Martina. Komm mich trotzdem mal in Bautzen besuchen. Da ist es schön mit all den Türmen. Unsere Tochter wächst und gedeiht. Aber ich frage mich manchmal, in was für eine schreckliche Welt wir sie hineingeschickt haben.

tausend Küsse und Umarmungen
Deine Anja

Danke Polizei! Danke! Danke! Danke!

Haste dir schön ausgedacht, Herr Henkel. Spitzen Propaganda-Coup. Ganz wundervoll. Alleine oder zusammen mit dem Eigentümer John Dewhurst, der laut Indymedia mal Apartheid – Staatsanwalt war. Dumm nur, dass laut „Friedrichshain hilft“ und „Moabit hilft“ die Wohnungen überhaupt nicht an Flüchtlinge vermietet werden können. Die Presseerklärung:

Am heutigen Morgen erreichte uns die Nachricht, dass das Haus Rigaer Straße 94 derzeit geräumt wird. Die Berliner Polizei rückte mit einer 300 BeamtInnen starken Mannschaft an. Eine ungeklärte Anzahl von Securities war in diesen Einsatz involviert.

Laut unserem jetzigen Kenntnisstand und Aussage der Hausverwaltung, geht es darum, 2 Mieteinheiten im Erdgeschoss unter Polizeiaufsicht zu sanieren, um danach dort bei einer ortsüblichen Miete, Flüchtende unter zu bringen.

Friedrichshain hilft e.V.i.G. und Moabit hilft e.V. sind von dieser Maßnahme, flüchtenden Menschen Wohnraum zu schaffen, nicht in Kenntnis gesetzt worden. Seltsam ist die Tatsache, dass die ortsübliche Miete für eine Kostenübernahme der Träger (LAGeSo, Jobcenter) nicht im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben liegt und somit nicht für Flüchtende genutzt werden kann.

Friedrichshain hilft e.V.i.G. und Moabit hilft e.V. verbindet eine sehr enge Beziehung zur Rigaer Straße 94, da die Bewohner als Erste kostenlosen Wohnraum für Friedrichshain hilft e.V.i.G. als Spendenkammer zur Verfügung gestellt und besonders schutzbedürftigen Flüchtenden mittelfristig Unterkunft gewährt haben.

Die Aktion der Berliner Polizei in Zusammenarbeit mit der Hausverwaltung erscheint uns zynisch, da die Rigaer Straße bis dato von Flüchtenden als Begegnungs- und Rückzugsort rege in Anspruch genommen wurde.

Wir verurteilen das Verhalten des Senats und der Hausverwaltung aufs Schärfste.
Die genannten Wohnungen können nicht als Unterkunft für Flüchtende genutzt werden, deswegen gehen wir davon aus, dass dieser Einsatz lediglich dazu dient, die Bewohner des Hauses weiteren Repressalien zu unterziehen, damit diese das Haus selbstständig verlassen. Quelle

Bleibt zu hoffen, dass es die Runde macht, dass die Geflüchteten nur ein billiger Vorwand für die Räumung sind. Ich denke dass sich die BerlinerInnen nicht so billig verscheißern lassen. Dass es Henkel nicht nützen wird hoffe ich auch. In diese Richtung weist die CDU-wählende Kollegin einer Bekannten, die ihn genau wegen der Rigaer für einen Volltrottel hält. Die schäumenden nationalistischen Wutbürger auf Twitter und Facebook wird das natürlich nicht vom Schäumen abhalten. Aber die wählen eh AfD, daran wird sie auch ein bisschen Jubel über den Innensenator nicht hindern.

Mittelweile gibt es auch eine Stellungnahme der benachbarten Liebig 34. Einen sehr schönen Text zur Räumung gibts beim Kraftfuttermischwerk. Detailreiche Infos zur Räumung sowie eine erste Einschätzung stehen in der Presseerklärung der Rigaer 94. Von der 94 kommt auch eine „Einladung zum weiteren Vorgehen“.

Wie es aussieht, müssen wir uns auf eine längere Belagerung im Haus einstellen. Wir appellieren in erster Linie an eure Kreativität, wenn ihr uns unterstützen wollt, so dass wir das Haus wieder in Beschlag nehmen können. Sowohl vor Ort als auch dezentral lässt sich sicherlich Druck aufbauen.

Wir haben zwei konkrete Ideen:

1. Morgen, um ca. 7 Uhr wird der Bautrupp wieder hier einmarschieren, um unser Haus weiter zu zerstören bzw. aus der Kadterschmiede und der Werkstatt Wohnungen zu machen. Frühaufsteher_innen können die Bauarbeiter davon abhalten, dass sie hier reinkommen. Kommt an die Zufahrtswege und lasst uns nicht alleine mit den ganzen Schweinen.

2. Wir würden gerne morgen, Donnerstag, um 22 Uhr in den Hof zur normalen Donnerstags-Küfa einladen. Kommt rein! Ihr seid herzlich eingeladen! Außerdem: sobald die Bullenabsperrungen lockerer werden, egal ob in 1, 2 oder 10 Tagen, laden wir alle in unseren Hof ein, um das Haus von Bullen und Securities zu befreien.

Schlussendlich wollen wir noch darauf hinweisen, dass schon seit längerem am 9.7. eine Demo gegen Gentrifizierung in der Rigaer Straße geplant ist. Es geht konkret gegen den Neubau der CG-Gruppe gegenüber von LIDL. Sicherlich aber könnte dieser Tag auch dazu genutzt werden, unsere Wut gegen den Polizeiterror auszudrücken, der die Gentrifizierung begleitet.

Kommende Termine

Die Berlinska Droha – Tour ist zu Ende. Ich bin immer noch bezuckert von unser großartigen Reisegruppe und den wunderbaren Menschen, die wir unterwegs getroffen haben. Mein Zustand lässt sich mit kaputt und glücklich beschreiben.
Zurück in Berlin: Der Kopfstand in der Baiz hat das erste Mal ohne mich stattgefunden. Soll eine schöne Geschichte gewesen sein, hab ich gehört. Im März bin ich aber wieder mit dabei.

Jetzt ist es aber erstmal Zeit, ein paar neue Termine in die Welt zu werfen:

  • 12. 2. Berlin – Geige zu Elektro im Fischladen mit Gazelle Horn aus Leipzsch
  • fischladen 12. 2.

  • 26. 2. Münster – Baracke – Facebook
  • baracke in münster-plakat

  • 3. 3. Berlin – Baiz – Kopfstand
  • 18. 3. Berlin – TBA – Konzert zum Tag des politischen Gefangenen mit der Overall Brigade
  • 19. 3. Hannover – Sturmglocke – mit der Overall Brigade
  • 7. 4. – Berlin – Baiz – Kopfstand
  • Beton und Kopfstand

    Am Donnerstag ist mal wieder Kopfstand. Wie immer am 1. Donnertag im Monat und wie üblich in der Baiz.

    Tags drauf spiele ich im „Freibeuter“ in der Silvio Meier Str. auf der Release-Party der fünften Ausgabe des französisch/deutschen Comicmagazins Beton.

    Landstreicher und Vagabunden

    Nun sind unsere Konzerte zum 100. Todestag von Joe Hill schon fast 2 Wochen her. Schön wars, wenn es auch ein paar mehr Leute hätten sein können. Nun ja – in Berlin wars am Donnerstag und die Uhlandstraße 24 ist etwas ab vom Schuss. Zwischen beiden Konzerten hatten wir mit fast allen beteiligten MusikerInnen die Chance, kurz im Studio bei Smail vorbeizuschauen und einen Song aufzunehmen.

    Das klingt alles ziemlich retro und so haben wir auch aufgenommen. Zwei Mikrofone, wir drumherum im Kreis und wer die Strophe singt oder ein Solo spielt geht einen Schritt nach vorne. In so einer Aufnahme sind fast notwendigerweise ein paar Fehlerchen, aber das hat ja auch Charme.

    Das Lied ist eine von der Overall Brigade gemachte Übersetzung von „The Tramp“. Das amerikanische Original schrieb Joe Hill 1913 auf eine Melodie aus dem amerikanischen Bürgerkrieg. Wer die Aufnahme auf dem Rechner haben mag, kann sie bei Bandcamp herunterladen. Es darf auch gespendet werden – Geld geht an die Gefangenengewerkschaft. Apropos:

    Seit heute dem 1. Dezember 2015 befinden sich Gefangene in der JVA Butzbach im Hunger- oder Bummelstreik, sie fordern für ihre Arbeit im Gefängnis unter anderem das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung, den Mindestlohn und die Einzahlung in die Rentenversicherung. Diesen Forderungen schließen sich über 140 Unterzeichner*innen einer Unterstützungserklärung an, davon 45 aus Hessen sowie Gewerkschafter/innen und Akademiker/innen aus Indien, Südafrika und Brasilien. (…) Das „Netzwerk für die Rechte inhaftierter Arbeiter_Innen“ ruft für den 1.12. um 17 Uhr und am 5.12. um 15:00 Uhr zu Kundgebungen vor der JVA Butzbach auf. „Grundrechte gelten für alle und können nicht für Teile der Bevölkerung ausgesetzt werden“, sagt Jörg Nowak vom Netzwerk. Das Netzwerk unterstützt die Forderungen der Gefangenen in der JVA Butzbach, weil es im Interesse aller lohnabhängig Beschäftigten ist, Mindeststandards zu halten undSonderwirtschaftszonen in deutschen Gefängnissen abzuschaffen.

    …heißt es in einer Pressemitteilung vom „Netzwerk für die Rechte inhaftierter arbeiter_innen“. Aktuelle Informationen dazu gibts auf der Facebookseite der Gefangenengewerkschaft. Eine gute Übersicht findet sich auf LabourNet.