La vie s‘écoule

Das Leben rauscht an uns vorbei,
Es flieht im trüben Einerlei.
Jede Partei und jeder Staat
Macht Revolution zum Verrat.

Arbeit bringt Lohn,
Arbeit bringt Tod.
Zeit gibts im Sonderangebot.
Verlorn die Zeit, die man erwirbt,
Sie ists, an der die Jugend stirbt.

Das Aug, um wahres Glück geprellt,
Spiegelt den Schein der Warenwelt,
Wo Traum und Wirklichkeit vergehn
Sind es nur Bilder, die wir sehn.

Die Toten der Vergangenheit
Geben uns Lebenden Geleit.
Im Alten bricht das Neue an
Und tritt gewaltsam auf den Plan.

Weg mit der Macht der Religion,
des Kapitals und der Nation,
Die Stürme, die der Wind entlässt,
entladen sich als Freudenfest.

Womit man uns an Waffen droht,
Es bringt den Bossen selbst den Tod.
Niemand soll uns je mehr regiern,
von unsern Kämpfen profitiern.

Raoul Vaneigem

Übertragung ins Deutsche: M. Halfbrodt und
Gianni Med

Hab das vor sehr langer Zeit mal von französischen Anarchist*innen gelernt. Eben die Version, die sie am Lagerfeuer gesungen haben. Dabei hat sich der Takt geändert. Ich habe es einfach so gelassen. Hab mir etwas Mühe gegeben mit der Sprache, obwohl ich keinerlei französisch kann. Ich hoffe, man versteht mich trotzdem. Dann hab ich das Lied über Jahre immer wieder gespielt. Aber nie wirklich aufgenommen. Es wurde mal Zeit.

Zum Original: www.youtube.com/watch?v=utNyayqDzpQ
Schöne Version von René Binamé: www.youtube.com/watch?v=hhW6-ZZmWp8

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