Lügenfresse 14 – Vorwort

Irgendwann zwischen Grunewald, Maidemo und der anschließenden folkloristischen Müllverbrennungsanlage in der Rigaer muss ja auch noch die Lügenfresse gemacht werden, dachte der eine bescheuerte Kleinkünstler und setzte sich vor seinen Rechner.
Da sitzt er nun und tippt und schnippelt und wenn er fertig ist muss er schon wieder demonstrieren – am 2. Mai, dem Kampf und Feiertag der Erwerbslosen. Er denkt über Roboter nach und ob sie seine Freunde sind, verschiebt das aber auf ein postkapitalistisches Zeitalter. Dann wird er dem KOPFSTANDGENERATOR beim Produzieren interessanter Texte ohne Logikfehler zuschauen. Die Texte werden dann an eine SCHNIPPSELMASCHINE weitergegeben, die in Rekordzeit echte und ambitionierte Schnippsellayouts produziert.

Allerdings müssen wir vorher wohl noch die Deutsche Wohnen und ein paar Andere, vor allem aber die Produktionsmittel enteignen und bis dahin werden wir noch ein paar Kopfstände und Lügenfressen per Hand machen müssen. Das ist ärgerlich, aber nicht zu vermeiden. Und dann, in der postkapitalistischen Gesellschaft, haben wir womöglich viel mehr Zeit und dann könnten wir ja auch…

Wie dem auch sei: Wir möchten Euch an dieser Stelle noch einmal zum 40. KOPFSTAND einladen. Wir haben neben ausgewählten Texten der letzten 39 Kopfstände auch illustre Gäste:

A Thousand Yellow Daisies (OneWomanOneGuitar), Benny Baupunq (Panzer), Classless Kulla (Entschwörungstheoretiker) Chemtrailfabrik (AluHopHipHut), Der Papst, seine Frau und sein Porsche (göttlicher Scheiß), Die ErlOI!chtung (Om!Om!Om!) Geigerzähler (möchte anonym bleiben), Jacke Schwarz (traurige Lieder), Les Guitares Noires (noch traurigere Lieder), Sahara B (Texte aus Buchstaben, Waschbrett aus Stahl), The Incredible Herrengedeck (Chanson aus dem Eckstadion), Tolstoi Sushi (dekadenter Rap), Wunstra (Mentalität eines Waschbären).

Im Anschluss Tanz mit DjinCQ

Damit hat der bescheuerte Kleinkünstler es beinahe geschafft ein richtig langes Vorwort zu schreiben. Und weil er findet, dass das immer noch nicht genug ist, hat sein inneres Plenum im Konsens beschlossen, noch das Statistikbüro des Kopfstands zu zitieren:

„39 Kopfstände in über vier Jahren. Über 70 Stunden Programm auf über 1000 Seiten.
Das bedeutet: Knapp 20 Figuren, ein Satelit, 2 Sekten, 3 Auftragskiller, 1000 Stunden Plenum, 0 Konsens-Entscheidungen, 20 Kilo Puderzucker, ein toter Milliardär, 3 esoterische Skinheads, 37 ohne Curry, ein Wolf im Mauerpark, ein Gestaltenwandler im Kopf, eine abgehackte Hand, ein aufgefressener Jäger, Eisbären unter der Erde, viele Beziehungen, viel mehr Trennungen, Bewerbungen, Abwerbungen, Kunst im weitesten Sinne, 3000 Hektar Parkhaus, die Schafs-DDR auf dem Czorneboh, eine Büchsenfleischfabrik, ein Computer auf koreanisch und außerdem…“

Das ist doch was! Wir sehen uns am Freitag den 10. Mai!

GZ

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