Archiv für September 2018

Kopfstand XXXII

Diesmal zu Gast: EVA SUPERTRAMP aus Wales und womöglich eine Überraschung:

Auf einer 3000 Hektar großen Baustelle stehen sich ein ehemaliger Auftragskiller, ein Milliardär und ein Wattwanderer gegenüber. Allerdings befinden sie sich alle im selben Körper. Darum herum versucht ein aufständischer Waschbären-Mob, die Baustelle zu besetzen. Bauarbeiter*innen streiken oder streiken gegen den Streik, arbeiten also aus Protest. Ein zugekokster Franchise-Nehmer stellt fest, dass seine Ex-Freundin nun seine Chefin ist. Ein einsamer Nerd empfängt seltsame Signale aus Nordkorea und ein Elch entdeckt den Künstler in sich. Eine Elchkuh erwacht in Utopia. Und eine Vodoo-Gottheit fragt sich, was all das mit ihr zu tun hat.

Aus dem Kopfstand – Blog

Demo und Mucke

Morgen spiele ich mal wieder ein paar Lieder auf einer Demo. und zwar 16:00 am Senefelder Platz. Vielleicht kommt Ihr ja auch vorbei:

Der Prenzlauer Berg steht wie kaum ein anderer Sozialraum in Europa exemplarisch für einen Prozess, der mittlerweile unter dem Namen „Gentrifizierung“ allgemein bekannt ist. Konkret heißt das für uns, die wir hier zuhause sind, dass wir unsere liebgewonnenen Nachbar*innen, Freund*innen, Kneipen und Läden verlieren, Mietkostensteigerungen unsere Existenz bedrohen und neue Eigentümer*innen uns das Dach über dem Kopf wegnehmen.

Das können wir nicht länger hinnehmen und gehen deshalb am Freitag, 28.09.2018 auf die Straße!

Laut, bunt, fantasievoll und zahlreich wollen wir ein Zeichen setzen für eine soziale und ökologische Wohnungspolitik, für echten Milieuschutz und gegen den Ausverkauf der Stadt. Wohnraum ist ein Menschenrecht. Privateigentum an Boden ist genauso absurd wie die Privatisierung von Luft, Licht und Wasser. Dem kapitalistischen Profitmaximierungsinteresse begegnen wir mit Solidarität und der Überzeugung, dass eine bessere Welt möglich ist, wenn wir sie alle aktiv mitgestalten.

Mobilisiert in Euren Häusern, organisiert solidarische Nachbarschaften, meldet Leerstand und Zweckentfremdung, bildet Genossenschaften und Banden!

Wir sind viele, wir sind laut und bunt, wir haben die Schnauze voll! Keine Rendite mit der Miete! Die Häuser denen, die drin wohnen! Wir lassen uns nicht vertreiben. WIR BLEIBEN ALLE !

2x Drugstore und Subkultur & Styles & Beats

Nachdem es bei Twitter so schön live veröffentlicht ist, werfe ich doch auch mal eine ganz neue Aufnahme eines alten Liedes in den Ring. Ein Schnippsel meiner demnächst erscheinenden neuen CD. Aufgenommen von Smail SHocK.

Das passt ganz gut, weil ich übermorgen und etwas mehr als eine Woche später gleich zweimal in meinem alten Lieblingsjugendzentrum DRUGSTORE spiele, einem der ältesten selbstverwalteteten Jugendzentren (West)Deutschland. In die Mauern des nicht zum ersten Mal akut bedrohten Ladens sind die Geschichten von SUBKULTUR & SYLES & BEATS eingeschrieben.

Und dass das Archiv der Jugendkulturen dort feiert passt auch ganz gut:

Die Fragen „Was bleibt von den alten Rebellionen?“ und „Was machen wir denn jetzt?“ – lasse ich ersteinmal stehen. Vielleicht beantworten wir sie ja mal gemeinsam?

HARA CRASH

Hara heißt auf sorbisch so etwas wie Lärm. Und Crash is ja klar. Unter dem Namen Hara Crash jedenfalls wandelt meine wunderbare Kollegin Uta , mit der ich 10 Jahre durch die Berliner Straße geschlendert, seit einer Weile auf verspielten elekronischen Pfaden. Das tut zusammen mit Michał. Letzten Sonnabend haben die Beiden ihr erstes Konzert in Berlin gespielt. Außerdem haben Hara Crash vor ein paar Tagen ein paar Songs auf Soundcloud gestellt. Hört mal rein:

#Besetzen! Heute Konzert in der Großbeerenstr. 17A

Ich freue mich schon länger über die #besetzen-Kampagne. Sie ist – soweit ich das beurteilen kann – seit sehr langer Zeit der erste ernstzunehmende Versuch, Hausbesetzungen in Berlin wieder möglich zu machen. Ernstzunehmend deshalb, weil es ihr in erster Linie um Wohnungsnot, um soziale Verhältnisse geht und nicht so sehr um ein subkulturelles Szeneding (was ja nicht immer falsch ist, aber auf keinen Fall genug). Zudem ist die Kampagne strategisch recht gut aufgestellt – im Gegensatz zu vielen Besetzungsversuchen in der Vergangenheit – und hat es deshalb geschafft, nach sehr langer Zeit ein wenig an der Berliner Linie zu knabbern. Glückwunsch!

Ich freue mich deshalb sehr, dass ich #besetzen konkret unterstützen kann und heute um 17:00 in der Großbeerenstrass 17A spielen werde. Anschliessend ist Kiezversammlung, dann spielen noch meine wunderbaren rappenden Kolleg*innen „Lady Lazy“ und „Torkel T.“

Noch ein Lied zu Einstimmung und bis gleich!

Die Liebeswürdigen

Hin und wieder muss ich ja was Neues probieren. Warum nicht mal Theatermusik?

Aus der Facebook-Ankündigung:

Das menschliche Paarungsverhalten zwischen Skype und Selbstverwirklichung – frei nach Arthur Schnitzlers „Reigen“

20. + 21. Sep. / 17. + 18. Okt. / 07. + 08. Nov.
Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

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Was haben ein Langzeitstudent, eine ehrgeizige Dozentin, ein cholerischer Barbesitzer und eine divenhafte Kosmetikerin gemeinsam? Sie alle suchen irgendwie die Liebe und verpassen sie doch knapp.

Begleitet von Paul Geigerzählers Violinenspiel nehmen Magdalena Thalmann und Christian Knöll in acht Episoden moderne Beziehungsmodelle unter die Lupe und aufs Korn. Von der Online-Liaison bis zur offenen Beziehung – der Blick durchs Schlüsselloch verrät, was wir nur allzu gern für uns behalten würden: Eifersüchteleien und Machtkämpfe, Betrug und Selbstbetrug, kleine Verunsicherungen und große Lebenslügen.

Mal absurd, mal tragisch, fast immer komisch.