Archiv für April 2017

Leipziger Platz und langer Atem

Manche Geschichten dauern einfach zu lange. Zum Beispiel die mit der verdammten KAUFHALLE DER SCHANDE*, die noch immer nicht die rumänischen Bauarbeiter bezahlt hat. Als wir uns da bei eisigen Temperaturen** zu einem Soli KvU-Unplugged-Spezial getroffen, musiziert, Theater gespielt und Parolen gebrüllt haben, hofften wir noch auf schnelle Siege durch Solidarität und öffentlichen Druck.

KvU unplugged 2014 (vor der Mall of Shame) from R.E. on Vimeo.

Wir kommen immer wieder bis die Arbeiter ihr Geld kriegen, tönten wir damals. Gefühlte 100 Gerichtsprozesse, Demos, Kundgebungen, Soliparties und über 2 Jahre später kann ich als Musiker dieser Ansage Taten bzw. Songs folgen lassen, was mich freut. Ebenfalls erfreulich: Am 29. 4. wird es wärmer sein!

Eingebettet ist die Kundgebung in einen Aktionstag anarchosyndikalistischer Gewerkschaften zu Arbeit und Migration.

*Ich habe irgendwie die Hoffnung, dass sich die Besitzer der „Mall of Berlin“ ärgern, wenn ihr mässig beliebtes und besuchtes Shoppingmonster ganz ossimässig als „Kaufhalle“ bezeichnet wird
**Wichtig ist da zu beachten, dass das was die Bauarbeiter gemacht haben, ne ganz andere Liga war. Nicht wie wir MusikerInnen und FlyerverteilerInnen mal für ein paar Stunden in der Kälte – die waren jeden Tag dort!

Entschwörung des Kopfstands:

Mit einem interessanten Gast: http://www.classless.org/

Ankündigung bisher:

Viel haben wir schon verraten.

Aber noch viel mehr wollt ihr wissen.

Die 23 ist eine energetisch aufgeladene Zahl mit einer besonderen Bedeutung. Allerdings kennen wir diese Bedeutung nicht, und sie geht uns auch total am Arsch vorbei.

Andere Sachen sind viel wichtiger:

Was will der schmierige alte Sack mit den blonden Haaren und dem orangefarbenen Bademantel? Was ist in den beiden Koffern? … http://kopfstand.blogsport.de/

Grüße nach Friedrichshain und Neukölln

Wir sehen uns am 22. 4. auf der Straße.

Und im Anschluss vielleicht im Supamolly.

Rückschau und Vorschau

Rückschau:

Wir hatten (als Berlinska Droha) ein sehr schönes verlängertes Wochenende in Warszawa und Grodno. In Warschau wurde ein bezauberndes Konzert von einer Art Jubiläumsfeier eines Jubiläums gekrönt, welches wir im Alltagsbetrieb ganz vergessen hatten. Nicht so unsere Freunde:

Am nächsten Tag sollten wir in Grodno in Belarus spielen. Leider hatten wir eine bürokratische Finesse der belarussischen GrenzerInnen nicht bedacht. Unsere Einladung ohne Visum (ja, das ist jetzt prinzipiell möglich) galt nicht für die Einreise mit dem Zug sondern nur für den Grenzübergang ein paar hunder Meter daneben. Also wurden wir zurückgeschickt, mussten den Zug nochmal bezahlen und warteten anschließend sechs Stunden in einem gottverlassenen ostpolnischen Grenzdörfchen auf einen Bus mit Plätzen für uns. Spät nachts hatten wir dann Glück. Das Konzert musste an diesem Abend leider ausfallen. Stattdessen spielten wir am nächsten Tag gleich zwei Konzerte, die uns für alles entschädigt haben. Einen schönen Eindruck gibt dieses Filmchen:

Ich hätter gern mehr Zeit in Belarus gehabt. Ich hätte mich gern noch mit Leuten dort länger über die Proteste gegen das neue Arbeitsgesetz unterhalten.
Tags drauf hätte ich beinahe noch in Warzsawa gespielt, aber auch dazu kam es leider nicht mehr. Nicht zuletzt weil wir wegen der gradiosen Einreise/Ausreiseregelungen einen sehr umständlichen Rückweg nehmen mussten.

Ausblick:

Auch hier gibts so Einiges: Ich spiele in unterschiedlichen Kombinationen im Trckster, im Supamolly, in Eberswalde, vor der Mall of Shame und natürlich auf dem 23. Kopfstand, auf dem wir einen besonderen Gast begrüßen dürden: Daniel Kulla. Anschließend startet in Meiningen einen kleine Kopfstand-Export-Tour.

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