Die Sorbenverschwörung

„Die Sorben sind ein Schweinevolk!“, sagten junge Sachsen meinem Cousin auf einem Zeltplatz in Tschechien. Warum nur, fragte mein Cousin und auch ich fragte mich, was denn so schlimm an diesen Sorben in der beschaulichen Lausitz ist. Heute, nach jahrelangen Nachforschungen weiß ich, dass die jungen Sachsen recht hatten.

Heute weiß ich…

WARUM DIE SORBEN AM KRIEG SCHULD SIND:

Am 25. Januar 1867 trafen sich die Sorbenführer Jan Arnošt Holan , Jan Arnošt Muka und Jan Arnošt Smoler (man beachte die Namen!) auf dem Czorneboh bei Bautzen zu einer schwarzen Messe. Der Czorneboh – zu deutsch „Schwarzer Gott“ ist ein Berg mit seltsam geformten Steinen – wie geschaffen für okulte Rituale. Und an einem dieser Steine gibt es einen Eingang ins Berginnere. Dahinter befindet sich ein langer Gang, der bis zum Drohmberg geht. Hier leben 7 sorbische Könige und warten auf den Tag, an dem sie die Lausitz befreien werden – so sagt es die Erzählung und so glaubten es auch die 3 Sorbenführer.
Unter allerlei altsorbischen Beschwörungsritualen öffnete sich der Berg und die 7 Könige ritten in voller Montur ans Tageslicht, blieben vor den 3 Sorbenführern stehen und der älteste, dem unter seiner Krone schon graues Haar wuchs sprach:

„ Jan Arnošt, Jan Arnošt, Jan Arnošt! Ihr glaubt, das wir, die wir glücklich von des Markgrafen Geros Tafel wiederauferstanden sind, die Lausitz befreien werden. Ihr irrt! Wir müssen zurück in unseren Berg und werden weitere 1000 Jahre schlafen. Aber ihr könnt die Lausitz befreien! Und ihr könnt gleich noch ganz Ostdeutschland resorbifizieren! So wie Markraf Gero uns zum Festmahle lud, um uns anschließend hinterrücks zu erdolchen, so müsst ihr die deutsche Oberklasse hinterrücks verdummen!“

Da stiegen die 7 Könige von ihren Pferden, setzten sich auf den Stein und luden die 3 Sorbenführer ein, es ihnen gleichzutun. Hier hielten sie einen siebenstündigen Sejmik und stiegen anschließend mit einem perfiden Plan im Kopf den Berg hinunter nach Budyšin um ihre Mitverschwörer zu instruieren. Holan ging nach Russland, um von dort unter dem Schutz des Zaren die Leitung zu übernehmen. Smoler ging vorübergehend nach Leipzig, wo er sich mit den Reptilienmenschen traf, die die Mainstreammedien unter ihrer Kontrolle hatten. Diese starteten daraufhin eine Kampagne zum Fleiß und Anmut wendischer Ammen, die solche Durchschlagskraft hatte, dass auch Frauen, die noch nie den Spreewald mit eigenen Augen gesehen hatten und kein Wort sorbisch sprachen in eine Spreewälder Tracht gekleidet wurden. Selbst in den „Deutsch-Südwestafrika“ erfreuten sich die deutschen Herrenmenschen an Spreewälder Trachten, wenn sie sich vom Verbreiten des deutschen Wesens mit Kugel, Bajonett und Massenerschießungen erholten. Die wendischen Ammen waren also kulturell führend in der Kleinkinderbetreuung. Die echten wendischen Ammen konnten sich aber nur die echte Oberschicht leisten.

Muka wiederum zog unter dem Vorwand ethnographischer Studien durch die Niederlausitz und instruierte die niedersorbischen Mädchen im Umgang mit den Sprößlingen der deutschen Oberschicht. Und er brachte ihnen Gift, dass die Kinder mit der Milch ihrer Ammen aufsogen. Das Gift behinderte die geistige Entwicklung der Kinder und pflanzte Dummheit, Wahnsinn und Irrationalität in ihre Hirne der herrschenden Klasse. Die Folgen sollten nicht lange auf sich warten lassen.

Wozu das alles? Die Aktivitäten der sich ständig ausweitende sorbischen Geheimgesellschaft hatten das Ziel, eine vollständig verblödete deutsche Oberklasse zu schaffen, die am Ende die Resorbifizierung Ostdeutschlands widerstandlos hinnehmen, ja sich selbst sorbifizieren lassen würde. Und so kam es auch. Jedenfalls beinahe. Immerhin funktionierte die Verdummung ausgezeichnet.
Der erste Test war der erste Weltkrieg, den Deutschland, wie wir wissen, vorlor. Das war auch kein Wunder, denn auch Kaiser Wilhelm war von einer Spreewaldamme großgezogen worden. Anschließend fuhren einige schlecht informierte, aber übermotivierte Sorben nach Versailles und forderten den Anschluss der Lausitz an Tschechien. Zu früh! Der Anschluss an Tschechien wurde verweigert und die übermotivierten jungen Sorben saßen erst einmal im Gefängnis. Währenddessen entglitt den drei Jan Arnošts, die sich – angeblich tot – in das innere des Czornebohs zurückgezogen hatten, zusehends die Kontrolle. Gramvoll mussten sie zusehen, wie ihr Lebenswerk die Spree hinabfloß. Während die deutsche Oberklasse von Tag zu Tag dümmer wurde, schwankten die Verschwörer zwischen Resignation und Übermotivation, gründeten eine Bank und ließen sie wieder pleite gehen, machten Kultur und dies und das, aber die Resorbifizierung kam kein Stück voran. Wo sollte das hinführen? Die deutsche Oberklasse konnte unterdessen in ihrer mittlerweile vollständigen Debilität nicht erkennen, dass eine sorbische Verschwörung den Volkskörper zersetzte und suchte sich unter großem Geraune und wahnhafter Einbildungskraft ein anderes Feindbild. Die Folgen sind bekannt.

Als nach dem 8. Mai 1945 zwar die polnische Westgrenze verschoben, die Lausitz aber Teil der sowjetischen Besatzungszone blieb, verschlossen die sieben Könige und die drei Jan Arnošts vor Gram über das angerichtete Desaster den Berg und haben ihn seither nicht wieder geöffnet. Aber was wird passieren, wenn sie es wieder tun?
Und außerdem: Beim Kramen in der Schreibtischschublade meines Urgroßvaters Arnošt Holan, der widerum Neffe von Jan Arnošt Holan war, habe ich herausgefunden, daß Wladimir Putin ein unehelicher Urenkel Jan Arnošt Holans ist. Vermutlich sind die Sorben auch an der Ukrainekrise Schuld! Aber was ist mit Syrien? Stecken die Sorben gar mit den Reptilienmenschen unter einer Decke? Viele Dinge liegen noch im Dunkeln, aber eines ist sicher:

DIE SORBEN SIND EIN SCHWEINEVOLK!

Da hatten die sächsischen Camper schon recht. Fragt sich nur, woher sie dieses Insiderwissen hatten. Waren sie am Ende selbst Sorben?

Ein Text für den Kopfstand Nr. 3, wo ich sie als „Verschwörungstheorie des Monats“ gelesen habe

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3 Antworten auf „Die Sorbenverschwörung“


  1. 1 jan šadowic 10. Juni 2015 um 11:48 Uhr

    Přewjele wěš, mój luby, přewjele…

  2. 2 jay_pi jordan 10. Juni 2015 um 12:37 Uhr

    Hdźe da tón to jow ma, sprawna łža a tajna žołma!

  3. 3 Nordsorbistan 10. Juni 2015 um 13:19 Uhr

    Nic nie zrozumialem! Aber die Theorie scheint der Wahrheit fast haargenau zu gleichen. Das hätten sich unsere klügsten theorethischen Pfadfinder nicht besser ausdenken können. Lediglich ein Hinweis auf die Umtriebe der Nordsorben scheint mir zu fehlen. Denn die sind für wahr ein Schweinevolk. Was auch immer das bedeutet…

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