Das ist Punk!

Bin bisschen spät dran mit dem Eingebette. Trotzdem muss das eingebettet werden. Mehr Punk geht nicht!

Apropos Putin: das der Putinismus reaktionär und eklig ist wissen wir ja. Es ist allerdings wohlfeil, wenn wir hierzulande auf Putin eindreschen und nichts zur deutschen, europäischen und amerikanischen Außen- und Wirtschaftspolitik sagen. Was die Ukraine betrifft, sollte eine linke/anarchistische Bewegung nicht in die Falle tappen, sich in diesem imperialen Machtkampf auf eine Seite stellen zu wollen. Das kann nur schiefgehen.

Wenn wir stattdessen die ukrainischen Linken unterstützen wollen, wirds aber auch kompliziert. Die hauen sich grade Texte um die Ohren, daß es nur so kracht (Avtonom und Borotba). Vom beschaulichen Berlin aus frage ich mich, ob das sein muss, wo doch die Slogans hinter den Polemiken beinahe gleich sind: No gods, no masters, no nations, no borders! Workers of all countries – unite! sagt die Autonome Union der Arbeiter; No Pasaran! No gods, no masters, no nations, no borders! Workers of all countries – unite! schreibt Borotba. Aber wer weiß – vielleicht muss es ja.

Wie dem auch sei: Die Rote Hilfe macht währenddessen eine Spendenkampagne und ARAB und NaO eine Veranstaltung am Freitag. Könnte spannend werden. Im Netz gibts auch Interessantes. Schon etwas älter sind dieses Interview mit jemandem von der Autonomen Union der Arbeiter und dieser Artikel über die Situation der jüdischen Community in der Haaretz. Bei beiden Artikeln blicken wir von zwei sehr verschiedenen Perspektiven auf die Widersprüche und Verwirrungen. Vorgestern hat das „Lower Class Magazine“ nachgelegt, und ein Interview mit Dmitry Kolesnik veröffentlicht. Der Blog „Form & Wahn“ hat eine kommentierte Linksammlung gebastelt, die sehr gut zum weiterlesen ist und täglich aktualisiert wird…

Nachtrag: Das es auch anders geht, zeigt übrigens aktuell das Beispiel Bosnien. Hier ein Artikel aus der Wildcat vom 11. Februar.

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