KvU Unplugged: Umfeld und So

Das KvU – Unplugged findet ja nicht im luftleeren Raum statt, sondern in einer Zeit wo man in den U-Bahnen wierder aufkleber gegen Flüchtlinge abkratzen muss und bekennende RassistInnen zusehends ein Umfeld finden, das Beifall klatscht. Insofern ist es erfreulich, daß so viele KollegInnen den Anlass nutzen und sagen, daß sie das zum Kotzen finden, ohne gleich Fahnen zu schwenken und Transparente herumzutragen.
Dazu gibts die Tage ja auch anderswo Gelegenheit. Schon gibts einen Kiezspaziergang – organisiert von der friedrichshainer Ini gegen Rechts.

21.11.2013 / 16 Uhr Antifaschistischer Stadtspaziergang Treffpunkt: Frankfurter Tor (an der Uhr)
Vor 21 Jahren wurde der Antifaschist Silvio Meier am U-Bhf. Samariterstraße von Neonazis ermordet. Seit April ist nach ihm eine Straße im Bezirk benannt. Die Kampagne zur Umbennung der Gabelsberger Straße in Silvio-Meier-Straße forderte zum „Aktiven Gedenken“ an ihn auf. Wir nehmen dies zum Anlass und laden dazu ein, gemeinsam (historische) Orte des Widerstands im Stadtteil zu besuchen.
Der Spaziergang wird direkt zur Mahnwache für Silvio führen. Diese beginnt um 17 Uhr im U-Bhf. Samariterstraße.

Überhaupt verbindet das Gedenken an Silvio Meier vieles miteinander. Schließlich war er Anfang der 90er auch Mitbegründer der KvU, wo sich schon zu DDR-Zeiten die erste Antifagruppe Ostberlins gründete. Und schaut man zum Beispiel nach Hellersdorf oder Schneeberg, fallen beängstigende Parallelen zur Situation Anfang der 90er auf. Gute Gründe, auch dieses Jahr die Demonstation zum Todestag Silvio Meiers zu besuchen und/oder die Nazi-Gegendemo zu verhinden. Im Aufruf steht:

Es liegt an uns selbst aktiv zu werden und sich zu wehren gegen Nazis und Rassisten, gegen staatlichen Rassismus und Repression. Wir vertrauen dem Staat und seinen Handlangern nicht. Nicht bei der Aufklärung der NSU-Morde, nicht beim NPD-Verbot, nicht in der Frage einer menschlichen Flüchtlingspolitik und auch nicht wenn in aller Frühe unsere Wohnungen durchsucht werden. Ganz egal wo sich Menschen den Nazis und Rassisten in den Weg stellen, egal wo sie sich gegen staatliche Repressionen und die kapitalistischen Verhältnisse wehren – sei es in Griechenland, Frankreich, Finnland, Bulgarien oder Deutschland – wir stehen an ihrer Seite.


23. November 2013 | 15 Uhr | U-Bhf. Samariter Straße

Anschließend kann man sich ab 19:00 mit Vokü in der KvU stärken, bevor um 20:00 das KvU – Unplugged beginnt. Wieder mit fast 20 Acts – vor allem Musik, aber auch Lesungen und Artistik sind dabei. Ich bin gespannt wie es wird!
Ein bisschen schade ist, dass Yok schon wieder nicht dabei sein kann, weil er schon seit 100 Jahren geplant im Supamolly spielt. Die Welt geht davon nicht unter – Berlin ist groß genug für mehrere tolle Veranstaltungen, aber schade ist es trotzdem. Wer weder Yok noch das KvU – Unplugged verpassen will, kann aber entweder vor oder nach dem Supamolly zur KvU fahren – wir haben über 6 Stunden Programm. Wer genau wann spielt, verraten wir aber nicht vorher.

Bis zum Samstag, hoffe ich.

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