Archiv für Juni 2013

Klimacamperöffnungskonzert II

Das Konzertplakat fürs Łužyski camp 13.-21. Juli 2013 – Lausitzer Klima- und Energiecamp – nach der niedersorbischen Version diesmal auf deutsch. Wir freuen uns weiterhin, wenn die Dinger gut in der Lausitz (und anderswo) herumkommen und sind gespannt was dann am passiert.

Von der Lausitz in die Ukraine

Juhu! Is das nicht ein schickes Plakat? Die Vorfreude auf unsere kleine Osteuropa-Tour mit Čorna Krušwa wächst!

14.07. so Prožym/D Klimacamp
15.07. mo
16.07. di
17.07. mi
18.07 do Chórzow/PL
19.07. fr Głuchołazy festiwal/PL
20.07. sa klub alchemia Kraków/PL
21.07. so šwietnica krytyczne „na granicy“ Cieszyn/PL

22.07. mo
23.07. di
24.07. mi
25.07. do Львів/UA
26.07. fr Нагуєвичі /UA
27.07. sa tektura Lublin/PL
28.07. so cocoDEoro with Dźieciuki Warszawa/PL

Mal sehen, was noch mit den restlichen Tagen wird. Falls ihr jemanden kennt, der jemanden kennt, der Connections zu einem netten Klub auf der Route hat…

Lineup KvU Unplugged

Stand vom 21. 6.

667, Der Singende Tresen, Mucha, Bernd Kartesas, The Hinking Sinking Ladies,Hasenscheiße, Berlinska Droha, Isolation Berlin, Slime the Boogie, Thomas Papst, Dampf in allen Gassen, The Overall Brigade, Meas, Wundabunta Straßenpunk, Sahara B, Ahne, Geigerzähler … hoffentlich hab ich nichts vergessen.

Auch jetzt einen Tag vorher ist das noch nichts endgültiges. Mit etwas Glück gibts morgen noch die eine oder andere Überraschung und die Reihenfolge wird sowieso ganz anders.
Ein Kollege, über den wir uns sehr gefreut hätten, spielt leider nicht: Yok. Unsere Trauer hält sich aber in Grenzen, weil die Dauerkundgebung mit Musik eine Woche später auch ein guter Anlass ist:

Schade, dass sich das teilweise mit der Kreuzberger Lärmdemo überschneidet, aber es gibt ja U-Bahnen und Fahrräder und so.

Vom Ruhrgebiet nach Mitte und nach Hause

Im fernen Ruhrgebiet erscheint grade ein Sampler mit einem Lied von Atze Wellblech drauf. Fix the Crisis in einer langsamen aber druckvollen und gut aufgenommenen Version. Liedermachermassaker heißt die Scheibe. Morgen findet in Essen die Release-Party statt und zwar mit Ninus, Lauscher, Zweifel, Oberpichler, Gitarrenagrarökonom, Familie Staub, Michel B, Ghost In A Machine, Thorsten Bassfeld in der Kneipe im Grend im schönen Essen. Viele Grüße aus der Zone und ich hoffe ihr habt ne großartige Fete!

Hier in Berlin gibts erste auf Zeitungspapier gedruckte Sätze zum KvU – Unplugged einen Tag später:

[…]Dagegen kämpfen die Nutzer des Jugendtreffpunkts „Kirche von Unten“ (KvU) immer noch gegen ihre Räumung. Der schon in der DDR-Opposition aktive Treff lädt am 22. Juni ab 20 Uhr in die Kremmener Straße 9-11 unter dem Motto „Keiner macht uns den Hof“ zu einem Solikonzert mit Überraschungsgästen. [weiterlesen]

Ok, sind nur mal zwei Sätze so nebenbei – aber immerhin. Und die Aktionstage als Ganzes sind ja sowieso das Wichtigste. Auf das alles gut gelingen möge!

Wir sehen uns Sonnabend in Mitte. Um 19:00 zur Vokü oder (pünktlich) 20:00 zum Start des Programms.

Nach Hause gehts dann ein bisschen später.

KvU unplugged – Neuigkeiten und Kontext

Neuigkeiten:

Statt (wie irgendwann auf Facebook angekündigt) um 20:30, geht die Livemusik schon pünktlich um 20:00 los. Das liegt unter anderem daran, dass das Programm unser kleinen Solidaritätsgala immer umfangreicher wird (was uns sehr freut).
Da sind die beiden Liedermacher Mucha und Bert Kartesas. Und die Piratinnen Jimmy, Jonny und Jack aka The Hinking Sinking Ladies, die in der schäumenden See von Mitte und Prenzlauer Berg Schiffe voller Gold kapern und die geraubten Schätze im Piratenhafen KvU verteilen werden. Immowert kann einpacken! Ach ja… Berlinska Droha kann doch live und in Farbe spielen, anstatt nur trashige Trailer beizusteuern.

Kontext:

KvU Unplugged findet nicht im luftleeren Raum statt, sondern ist Teil der bundesweiten Aktionswoche „Keine Profite mit der Miete“. Aktionen gibts bisher in Berlin, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hanau, Köln, Maintal, München.

Das Programm für Berlin:

20.06.2013, 19 Uhr, SonnenaLlee 101 (BMG-Büro)
Vortrag & Videos “Russland – Gefangen im Eigentum”

22.06.2013, 16 Uhr, Potsdam-PLatz der Einheit
Recht auf Stadt-Demonstration

22.06.2013, 18 Uhr, Lausitzer Str. 8
Essen gegen Zwangsräumungen vom Bündnis gegen Zwangsräumungen

22.06.2013, 19 Uhr, Kremmener Str. 9-11 (KvU)
“Keiner macht uns den Hof” – K.v.U. unplugged

23.06.2013, 16 Uhr, Brehmestraße, ParzeLLe 56
Vernetzungscafe in der Kleingartenanlage “Famos” in Pankow

23.06.2013, 18 Uhr, Bethanien (MariannenpLatz 2)
“Los Geht’s”-Treffen zur stadtpolitischen Demo am 29. September

25.06.2013, 20 Uhr, BMG-Büro (SonnenaLLee 101)
Filmvorführung “Schade dass Beton nicht brennt” von DonauFulda und Fulda-Weichsel mit dem Antiquariat Prometheus

25.06.2013, 19:30 Uhr, Lausitzer Str. 22 (Regenbogenfabrik)
Veranstaltung “Wohnraum vergesellschaften!” von Avanti/IL Berlin

26.06.2013, 17 Uhr, S-Bhf. Treptower Park
KettenKundgebung mit Fahrrädern von *andere zustände ermöglichen

27.06.2013, 17-22 Uhr, Frankfurter Allee 21/23
Mieterinnenfest des Mieterinnenrats Frankfurter Allee

28.06.2013, 19 Uhr, Zickenplatz (Hohenstaufenplatz)
Videokundgebung von WEM GEHÖRT KREUZBERG

28.06.2013, ab 20 Uhr, Potsdamer Str. 180 (Drugstore)
Kickerturnier gegen Verdrängung, mit Linie 206, KvU und AZ Köln-Kalk

29.06.2013, ab 11 Uhr, Stille Straße 10
Jubiläumstag der Stillen Straße mit Musik & Austellung u.a.

29.06.2013, 15-22 Uhr, Kremmener Str. 9-11
“Kirche von Unten” – Kundgebung und Musik

29.06.2013, 16 Uhr, Kottbusser Tor ~
Demo gegen hohe Mieten und Verdrängung vom buendnis-solidarische-stadt.org

Die MacherInnen des KvU-Blogs haben auch ein paar schöne Zeilen geschrieben:

Und danach fahren wir alle nach Berlin, um gestandenen Punkbands unplugged zu lauschen. Was wäre wenn unsere Eigentümer uns den Strom abschalten? Hier könnt ihr es schon mal Testen! Punkrock, Live, ohne Licht und Strom! Wir zeigen, dass uns nichts schrecken kann!

Ist das so? Kann uns nichts schrecken? Das fragt sich auch der/die Tipper_in im WBA – Blog.

P.S. Ob es ohne Strom noch kalte Getränke gibt erfahrt ihr direkt vor Ort.

Wir haben einen Kühlschrank ohne Strom erfunden und in den KvU – Kühlschrank eingebaut. So einfach ist das.

Von Berlin nach Potsdam und zurück

Der Tag vor unserem wunderhübschen KvU – Unplugged – Abend ist ein guter Tag für einen Ausflug ins berliner Umland. Z.B. nach Potsdam. Letztens noch Metropole der HausbesetzerInnenbewegung ist die Stadt heute Rückzugsort für Reiche, denen Berlin zu laut und zu schmutzig ist. Das hat Auswirkungen. Die Mieten steigen und steigen und nicht alle können/wollen das bezahlen.
Deshalb wird am 22. Juni im schönen Preußendisneyland demonstriert. Hier der Aufruf:

Die Stadt gehört allen!

Unter diesem Motto haben zahlreiche Inititativen überall in der BRD zu einer bundeseweiten Aktionswoche Ende Juni aufgerufen. Die Potsdamer Gruppe „Recht auf Stadt“ lädt deshalb am 22.6.2013 um 16:00 Uhrzu einer Auftaktdemo durch die bewegte Potsamer Innenstadt ein. Gründe zu demonstrieren, gibt es hier mehr als genug…

Die Stadt der Oligarchen

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten verlangt nach wie vor 1 Mio. Euro Sonderzahlungen von der Stadt, sollen die Parks weiterhin eintrittsfrei bleiben. Während die Stadt Potsdam sich gezwungen sieht,diese Million durch Umlage auf Potdsdamer_Innen aufzubringen, werden wieder einmal öffentliche Gelder, diesmal 400.000 Euro vom Bund, für den Wiederaufbau der Garnisonkirche zur Verfügung gestellt. Die Gestaltung des Stadtzentrums wird mittlerweile ganz und gar dem Willen Hasso Plattners untergeordnet, Baupläne und Demokratie spielen keine Rolle mehr,wenn es nur darum geht, das Stadtzentrum aufzuhübschen. Ja, das Stadtzentrum bleibt öffentlicher Raum – nur eben nicht für alle. Damit steigt auch der Druck, dass die „störende Betonklötze“ am Staudenhof und damit ihre Bewohner_Innen verschwinden.
Diese Skandale sind nur der offensichtlichste Ausdruck dessen, dass die Gestaltung dieser Stadt der Logik von Profit und Herrschaft unterworfen ist. Selbst die bürgerlich-demokratischen Prozeduren,auf die man sich sonst so viel zu Gute hält werden mittlerweile in vorauseilendem Gehorsam umstandslos gekippt, wenn man damit Investoren mit einem Faible fürs Preußische einen Gefallen tun kann.

Die Stadt privatisiert ihren Wohnungsbestand

Attraktiv scheint Potsdam ja zu sein. Die Stadt ist in den letzten 15 Jahren um über 12.000 Wohnungen gewachsen. Diese Entwicklung geht allerdings ausschließlich auf den Zuwachs an private (inkl. Privatvermieteter) Wohnungen zurück. Während die Zahl kommunaler Wohnungen um fast 6.500 (das ist über ein Viertel des Bestands von 1999) zurückging, nahm die Zahl privater Wohnungen um 18.000 (das sind 60%!) zu. Gleichzeitig fällt auf, dass der Wohnungsneubau sich deutlich im Segment der Wohnungen über 90qm konzentriert. Wer in Potsdam also Häuser baut, sind ausschließlich private Wohnungsunternehmen und Speckgürtler_Innen, die sich in den „hochwertigen“ Familienquartieren Eigenheime leisten können. Mittlere und untere Einkommensschichten können sich die 10 €/qm in der Innenstadt nicht leisten. Die traditionelle soziale Wohnungspolitik weicht dem Ausverkauf der Stadt an eine zahlungskräftige Klientel, zu der sich maßgebliche Stadtpolitiker_Innen selbst dazu zählen können.

Das Resultat dieser Prozesse sind dramatisch ansteigende Preise für Neuvermietungen. Aber auch die Wohnkosten für langjährige Mietverträge steigen. Und wer diese Kosten nicht mehr bezahlen kann und keine Möglichkeit findet auszuweichen fliegt raus. In Potsdam wurden in den letzten Jahren jedes Jahr zwischen 150 und 200 Wohnungen zwangsgeräumt. Ungefähr dreimal soviele Wohnungen wurden insgesamt gekündigt, weil die Bewohner_Innen nicht mehr in der Lage waren, die Mieten zu bezahlen.

Potsdam ist ein teures Pflaster – reißen wir es auf!

Doch keineswegs sind wir gezwungen diese Entwicklung widerstandslos hinzunehmen. In der Heidesiedlungen haben es die Mieter_Innen geschafft die Privatisierung der Häuser und die Vertreibung aus den Wohnungen zu verteidigen. An diesen Erfolg wollen wir am 22. Juni anknüpfen, wenn wir gemeinsam zur Behlertstraße ziehen um klarzumachen, dass die 264 Wohnungen die dort kürzlich in die Hände der Pro Potsdam gefallen sind ebenso wenig zum Verkauf stehen wie die in der Heidesiedlung. Außerdem wollen wir unsere Solidarität mit den Menschen demonstrieren, die vor fast zwei Jahren mit einer Hausbesetzung in der Stiftstraße den Startschuss für die aktuellen Mieter_Innenproteste in Potsdam gaben.

Kommt alle! Die Stadt ist das, was wir draus machen!

Mehr zur Situation in Potsdam gibts auf rechtaufstadt-potsdam.de
Wir sehen uns dann zum Feierabend inna KvU.

The Overall Brigade

Wie schon vorher angekündigt, kommen meine sehr geschätzten KollegInnen von der Overall Brigade zum KvU Unplugged aus Köln angereist. Und weils sich nicht lohnt für drei Lieder aus Köln anzureisen gibts tags drauf noch ein Konzert im Fischladen:

Ihren Namen haben die KölnerInnen übrigens geklaut. Sie schreiben dazu:

[…]Die Overall Brigade war ursprünglich eine umherschweifende Musik- und Agitationstruppe der Industrial Workers of the World, die etwa um 1907 in Spokane oder Portland an der nördlichen Pazifikküste der USA und in den Rocky Mountains entstand und die gesamte Westküste und den mittleren Westen bereiste, um für die One Big Union zu werben und Arbeiter_innen zu ermuntern, für ihre Rechte zu kämpfen. [weiterlesen]

Wenn das mal keine spannende Geschichte ist!

Hurra, Hurra, Plakat ist da!

Plakat für KvU unplugged am 22. 6. 19 Uhr@KvU

Libelle in Leipzig

Ein kleines feines libertäres Zentrum inmitten von Leipzig feiert kommenden Samstag sein zehnjähriges Bestehen mit einem kleinen Straßenfest. Schön, mit Berlinska Droha auf der Bühne zu stehen. Auf die nächsten 10 jahre!

Klimacamperöffnungskonzert


Das ist die niedersorbische Variante. Obersorbisch und deutsch folgen. Mehr zum Camp gibts hier.