Archiv für April 2013

Winke, winke…

In Großbritannien wird gefeiert.

Was soll man auch sonst machen, als der „Eisenen Lady“ noch ein letztes FUCK YOU hinterherzurufen?
Und allen, die den ganzen Hass nicht verstehen, empfehle ich „It’s a Free World“ von Ken Loach.

Am Dienstag in Reinickendorf

Dort soll jetzt die Zwangsräumung exekutiert werden, die letztens noch aufgeschoben wurde. Zwangsräumung verhindern schreibt:

Am Dienstag, den 09.04., soll zum dritten Mal Rosemarie F. in der Aroser Allee 92 in Reinickendorf um 9.00 Uhr zwangsgeräumt werden.
Am 27.02. hatte das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ zu einer Kundgebung aufgerufen zu der 200 Unterstützer_innen kamen. Die Zwangsräumung wurde in letzter Minute vom Gericht abgesagt. Die Polizei war ab 6.00 Uhr mit einem Großaufgebot vor Ort und hat die Aroser Alle 92 mit Hamburger Gittern abgesperrt.

Wie es diesmal aussehen wird ist schwer abzuschätzen aber das Bündnis ruft dazu auf, ab 8.00 Uhr vor Ort zu sein, so dass auch diese Zwangsräumung nicht still und leise durchgezogen werden kann. Rosemarie F. war am 27.02. tief gerührt von der massenhaften Solidarität und wünscht sich auch dieses Mal Proteste, auch wenn sie auf Grund ihrer Gesundheit nicht in der Wohnung sein kann. Seid auch am 09.04. mit kreativen Aktionen des zivilen Ungehorsams solidarisch.

EA, Anwält_innen, Vokü und die Samba-Band sind angefragt. [weiterlesen]

Frühlingsplanung

In der Hoffnung, dass es jetzt doch mal Frühling wird, hab ich mich getraut ein paar Frühlingstermine zusammen zu stellen. In Richtung Sommer dünnt sich das immer mehr aus – aber da kommt noch was.

5. 4. Forst
– Atze Wellblech im Park 7 in der Parkstr. 7. Ein Solikonzert für Bert Neumann

Und weil wir so lange nicht gespielt haben hier noch ein kleiner Eindruck von unser letzten Tour. Entscheidungen in der Atze Wellblech – Version live in der Barrikade in Moers.
Entscheidungen by Geigerzaehler


(Atze W. nach ner Weile Touren und viel Straßenmusik)

12. 04. Berlin
Solo irgendwann am Abend auf dem Liedermacherabend des DIY – Freitagstresen im La Casa(Website undFacebook)

13. 4. Warzsawa
Berlinska Droha im „Radio Luxembourg“

14. 4. Łódź
Berlinska Droha in bisher unbekanntem Klub zu einer noch ungewissen Uhrzeit…

20. 4. Mannheim
– Berlinska Droha auf der Anarchistischen Buchmesse

25. 4. Berlin
Solo auf der Kulturbühne in der Baiz. Veranstaltung zum Thema „Armut und Reichtum“ zusammen mit Meas Wolfstatze / Tintenwolf (linksautonome Hippie-Punk-Lyrik), Simone Barrientos und Leander Sukov (Leseperformance), Dampf in allen Gassen (lebendige Musik “von unten”), Sarah (längere u. kürzere (Kurz-)geschichten)

26. 4. Cottbus
Berlinska Droha ab 22:00 auf der Releaseparty von den Folksamen im Bebel

11. 5. Hildesheim
Solo auf dem RAK – Galaabend Zusammen mit geschätzten 1000 Kolleg_innen

17. 5. Köln
Solo und zusammen mit KollegInnen aus der RAK auf der AZ KÖLN VERTEIDIGEN Spezialgala.

1. 6. Leisnig
Berlinska Droha auf dem Hoffest des AJZ Leisnig

13. Juli Crostwitz
Berlinska Droha auf dem Internationalen Folklorefestival

20. 7. Opole
Berlinska Droha auf dem Festiwal we Głuchołazach

Die Klassenjustiz – eine alte Bekannte

Es ist kein Geheimnis, daß viele Richterinnen und Richter schon aufgrund ihres eigenen sozialen Status Vermieterinteressen persönlich eher nachvollziehen können als die der Mieterinnen und Mieter. Schließlich dürften sie selbst häufig Haus, Grund oder Wohneigentum besitzen.
Daß es noch eine Nummer krasser geht, zeigt das Beispiel von Regine Paschke, welches vor drei Wochen in einem Artikel im Mieterecho beschrieben wurde. Mit einem Mietrechtsurteil zugunsten der Vermieterseite zu einer Mietminderung in der Moabiter Calvinstr. 21 ist die Sache am 26. 3. auch im Tagsspiegel gelandet, wo einen Tag später nach empörten Kommentaren noch mal nachgelegt wurde (was ich dem meist sehr vermieterfreundlichen Tagesspiegel gar nicht zugetraut hätte).
Frau Paschke, die anscheinend schon öfters durch eine ziemlich seltsame Rechtssprechung aufgefallen ist (z.B. hier und hier), gibt nämlich nebenbei Seminare für den „Bundesverband freier Wohnungs- und Immobilienunternehmen“. Ein Schelm wer etwas böses dabei denkt.
Sie ist übrigens schon länger in Sachen Rechtssprechung unterwegs. Schon bei der Berufungsverhandlung zur Liebigstr. 14 hat sie auf eine Weise Recht gesprochen, die man bei ihren Connections auch erwarten würde. Sie ist somit direkt mit verantwortlich für die Räumung.

Genau zwei Jahre und zwei Monate nach der Liebig-Räumung gab es heute schon wieder eine Zwangsräumung in Neukölln, die trotz Protesten exekutiert wurde. Wieder mit einem seltsamen Zusammenspiel von Vermietern, Gerichten, der Gerichtsvollzieherin und der Polizei. Wie sagte Ali Gülbol? „Der Kampf hat gerade erst begonnen.“

Apropos Polen:

Fix The Crisis live in Augustow – das ist kurz vor der litauischen Grenze – gespielt von Čorna Krušwa und Berlinska Dróha. Zur Abwechslung mal so richtig Punk, Punk, PUNK!

Ein Statement übrigens, das wieder und wieder und wieder und immer noch stimmt. Denn es sieht so aus, als ob weder Wirtschaftsprofessoren noch Politiker haben irgendeine Ahnung was sie da tun. Einig sind sie sich aber darin, die Verluste zu sozialisieren. Ein hübsches Schlaglicht auf den Realitätsverlust bei den selbsternannten Wirtschaftseliten Deutschlands wirft ein Kommentar von Ulrike Herrmann in der TAZ.
Es bleibt die Hoffnung, daß es gelingt, der kapitalistischen Krisenpolitik über alle Grenzen hinweg selbstorganisierten Widerstand von unten entgegen zu setzen. Die Hoffnung daß dieser Widerstand im Alltag wirksam und alltäglich wird und in seiner Alltäglichkeit eine Perspektive auf eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus eröffnet.