Archiv für April 2013

24.4.2013 Kiezspaziergang zu Orten von Mieter_innenverdrängung und -widerstand in Friedrichshain

Auf der Mietenstopp – Friedrichshain – Seite passiert was. Das ist schick. Bleibt nur noch zu hoffen, dass sich das im wirklichen Leben umsetzt und auch bei uns im Kiez eine Mieter_innenbewegung wächst und gedeiht, in der ganz unterschiedliche Leute zusammenkommen. Von der Ost – Oma bis zum Punk, vom ://about blank bis zur Eckkneipe. Und auch egal, ob die Leute Pfannkuchen, Eierkuchen oder auch pancakes zu den Plinsen sagen. Was uns eint ist eine gemeinsame soziale Situation, in der durch Mietsteigerungen und Rausschmiß ein Teil unserer Lebensgrundlage bedroht ist. Diese Probleme können wir nur gemeinsam angehen: Als soziale (nicht subkulturelle!) Bewegung, die nicht davor zurückschreckt kapitalistische Eigentumsverhältnisse auch ganz grundsätzlich in Frage zu stellen und damit auch das Märchen von der Mieterhöhung als Naturgesetz.

Insofern kann der Spaziergang am 24. nur ein Anfang sein, bei dem wir mal miteinander ins Gespräch kommen und weitere Grundlagen dafür schaffen für einen breiten und effektiven Widerstand gegen Mieterhöhungen und Zwangsräumungen.

Apropos: Bei Zwangsräumungen Verhindern is ja ne Menge los. Grade eben wurde eine Zwangsräumung in Charlottenburg vorläufig ausgesetzt – ein Erfolg der Kampagne, den ich mir auch für die drohende Rämung in Neukölln wünsche. Da „wünsch dir was“ aber nur ne nervige Fernsehsendung war, bleibt nichts als Plakate kleben zu gehen und am 29. um 7:00 massenhaft nach Neukölln zu fahren.

Alstom in Berlin


Mehr Infos bei der Fau Berlin

Asphaltkultur in Hildesheim und Köln

Nachdem ichs in den letzten zwei Jahren aus verschiedenen Gründen nicht geschafft hab, zum den RAK – Treffen nach Köln und Saalfeld zu kommen, bin ich jetzt sehr gespannt wie die Geschichte in Hildesheim weitergeht. Is ja so einiges passiert in diesen beiden Jahren. Vor allem sind jede Menge Kolleg_innen dazugekommen, die dann auf dem Rak – Galaabend in großer Zahl live zu sehen sind.

Damit ist dann die Sache auch noch nicht beendet. Anschließend gehts dann mit einem kleineren Mob nach Köln, wo das AZ in Gefahr ist, weshalb die „Rotzfreche Asphalt Kultur“ sich nicht nur mit einer Solidaritätserklärung, sondern auch mit einer Anti-Räumungs-Gala am 17. Mai solidarisiert.
Für mich ist dann erstmal Feierabend. Viele Kolleg_innen fahren Tags drauf noch ins Wendland zur Kulturellen Landpartie was auch ne sehr hübsche Veranstaltung ist.

Mietenstopp Friedrichshain und Kiezspaziergang

Endlich gibts mal nen Blog zu MieterInnenkämpfen in Friedrichshain. Sieht noch etwas unlayoutet aus, aber es kommt ja auf die Texte an. Auf dem Blog findet sich unter anderem der Aufruf und das Plakat (pdf) zu einem Kiezspaziergang zu Orten von Mieter_innenverdrängung und -widerstand in Friedrichshain am 24. 4.. Treffpunkt ist 18 Uhr U-Bahnhof Frankfurter Allee Das Spannende daran ist, dass mit etwas Geschick die Akteure von Auseinandersetzungen, die bisher nichts miteinander zu tun hatten, in Kontakt kommen könnten. Was vielleicht nicht immer ganz einfach ist – zwischen den älteren MieterInnen in der Frankfurter Allee etwa und z.B. der ehemaligen Liebig14 gibts ja schon deutliche kulturelle Unterschiede. Ein wirksamer Widerstand gegen die Gentrifizierung geht aber nur zusammen. Ich hoffe sehr, dass der Spaziergang ein Schritt in diese Richtung wird. An einer Zwischenstation habe ich die Chance mit ein paar Liedchen dazu beizutragen und zum Abschluss gibts dann 20 Uhr eine Videokundgebung am Boxhagener Platz.

Gruesse aus Warszawa

Plakat aus Gotha


Ansonsten schoene Gruesse aus Polen.

Zwangsräumung in den Tod

Mitteilung des Bündnisses Zwangsräumungen Verhindern:

Trauerkundgebung: 18 Uhr, Aroser Allee 92, Reinickendorf

Info: Am 11. April 2013 ist Rosemarie Fliess im Alter von 67 Jahren verstorben. Zwei Tage zuvor wurde sie aus ihrer Wohnung zwangsgeräumt. Seitdem fand sie vorläufig Unterkunft in einer Wohngemeinschaft und zuletzt in einer Wärmestube. Das Bündnis Zwangsräumung verhindern ist traurig, schockiert, fassungslos und wütend.

Die Zwangsräumung entzog Rosemarie Fliess ihre Lebensgrundlage. Die Räumung wurde vollzogen, trotz eines ärztlichen Attests, welches ihr die Unzumutbarkeit einer Räumung bescheinigte. Damit wurde ihr Tod zumindest billigend in Kauf genommen. Die Eigentümerin bestand trotz Mietübernahmeerklärung des Sozialamtes auf Herausgabe der Wohnung.

Rosemarie Fliess war Teil des Bündnisses Zwangsräumung verhindern. Sie erfuhr Unterstützung, z. B. in Form von Prostestkundgebungen bei ihren Räumungsterminen und nahm trotz ihres Gesundheitszustandes selbst an Aktionen, u.a. an der Blockade einer Zwangsräumung in der Reuterstraße am 2. April 2013 teil.

Wir sind schockiert und fassungslos und trösten uns ein wenig damit, dass Rosemarie Fliess wenigstens zu ihrem Lebensende Solidarität erfahren hat, womit sie in den letzten Jahren sicherlich nicht reich beschenkt war.

Wir fragen uns:
In was für einer Gesellschaft leben wir, die Eigentumsrechte über den Schutz des Lebens stellt? Welche Verantwortung tragen Politiker, Richterinnen, Gerichtsvollzieher, Eigentümerinnen, Polizisten und auch Schlüsseldienste? Welche Schuld trägt ein Richter, der trotz eines ärztlichen Attest eine Zwangsräumung anordnet? Wer, wenn nicht Menschen, wie Rosemarie Fliess, genießt noch Räumungsschutz?

Der letzte Zufluchtsort von Rosemarie Fliess, die Wärmestube „Wärme mit Herz“, soll am 19. April zwangsgeräumt werden.

Am Freitag, den 12. April, um 18:00 findet eine Trauerkundgebung vor ihrem Zuhause in der Aroser Allee 92/Reinickendorf statt.

In Gotha


Wenn die anarchistische Buchmesse erfolgreich überstanden ist, spielt Berlinska Dróha am 21. 4. in Gotha. Nich in dem Laden, aber im Ju.w.e.l. e. V. in der Hersdorfstr. 15. Da das Ganze aufm Sonntag stattfindet, beginnt das Konzert schon um 18 Uhr als späte Matinee nach einem gemütlichen Brunch.
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Der ferne Osten zum Zweiten

Nach dem WB13 in Wartenberg (und schon fast auf dem Weg nach Polen), bespiele ich am Freitag in einem anderen schönen Plattenbaubezirk einen weiteren Kitabau aus der DDR kurz vor der Stadtgrenze. Freut mich, denn im La Casa war ich vor einigen Jahren schon mal und soweit ich mich erinnere, war es ein ziemlich gutes Konzert. Ist eigentlich auch nicht schwer zu erreichen der Laden. Nur die U5 bis fast zum Ende fahren, 5 min laufen und schon gibts ein sehr hübsches AJZ.

Achso: bin auch gespannt auf eine Premiere. Das erste Konzert mit „Der Papst, seine Frau und sein Porsche“ (facebook).

Łódź

Endlich weiß ich mehr über unseren Sonntagsgig. Da waren wir noch nie! Außerdem kommt da ne Band her, die von polnischen Punks in berliner ehemals besetzten Häusern gern gehört wurde: 19 Wiosen. Und wenn ich mir jetzt diese Youtube-Videos anhöre, weiß ich auch wieder warum. Irgendwie finde ich die ziemlich cool mit ihrem Keyboard in dem noch ne Kirchenorgel nachzuhallen scheint, was der Musik ne ganz eigene Note gibt.
Wie dem auch sei. 19 Wiosen spielen ja gar nicht. Berlinska Droha spielt allein und das Konzert findet in der Klubokawiarnia Granda (facebook) in der Granda ul. Rewolucji 1905 r.48 statt.

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