Archiv für Oktober 2012

Im Zirkus

Vor 2 Wochen hatte ich die Ehre, ein Stück CirCouplet zu sein. War ganz spannend, mal wieder vor Leuten zu spielen, von denen mich kein einziger kannte und die auch nichts mit irgendwelcher „Szene“ oder so zu tun hatten. Ein schönes Video ist auch entstanden. Danke Matteo!

Wäre ich nächstes Wochenende in der Lausitz…

…würde ich hier meine Zeit verbringen.

Erfreulich, daß sowas mal in Bautzen/Budyšin stattfindet. Alles Gute!

Ein Beitrag aus BZ.

Soligig heute abend in X-Berg am Rande einer Infoveranstaltung

Und darum gehts:

TRANS* IST KEINE KRANKHEIT, SONDERN EIN MENSCHENRECHT !

Trans*-Sein wird als „psychische Krankheit“ angesehen, die mit „Geschlechtsidentitätsstörung“ betitelt ist. Diese Diagnose des internationalen Krankheitskataloges ICD wird auch in Deutschland angewandt. Das gibt der Medizin und dem Staat die Kontrolle über unsere Geschlechtsidentität und unsere Körper.
In der derzeitigen Überarbeitung der internationalen Krankheitskataloge beobachten wir eine fortlaufende Pathologisierung nicht hetero-normativer Geschlechtsidentitäten und der Ausdrucksformen bei Kindern sowie die Ausweitung der pathologisierenden Kriterien bei Jugendlichen und Erwachsenen auf eine weite Bandbreite von nicht binären Ausdrucksformen. Sie bleibt nicht mehr nur auf Trans*-Menschen beschränkt, die eine hormonelle oder chirurgische Behandlung anstreben Wir befürchten auch, dass mit der Einführung neuer Codes die Pathologisierung von als „intersexuell“ klassifizierten Menschen bestärkt werden könnte.

Mit einer internationalen Kampagne von mehr als 300 Gruppen in einem weltweiten Netzwerk fordern wir:

- die Streichung der Diagnose „Geschlechtsidentitätsstörungen“ aus den Krankheitskatalogen
- die Einführung einer nicht pathologisierenden Nennung von trans*-spezifischer Gesundheitsversorgung im ICD11 – als eines Gesundheitsprozesses, der nicht auf Krankheit beruht.

Das Gesetz zur Anerkennung der Geschlechtsidentität, das im Mai in Argentinien in Kraft gesetzt wurde, beweist, dass es möglich ist, die Selbstbestimmung von Trans* und allen Menschen, die nicht mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmen, als Menschenrecht zu respektieren.

Am Samstag, den 20. Oktober 2012 führen wir in über 70 Städten den Internationalen Aktionstag für Trans*-Entpathologisierung durch.
KUNDGEBUNG um 15.00 Uhr vor dem Institut für Sexualwissenschaft & Sexualmedizin der Charité, Luisenstraße 57, 10117 Berlin (S/U: Friedrichstraße).

INFO-VERANSTALTUNG, am Mittwoch 10. Oktober 2012 ab 19 Uhr – „Wie können wir den Widerspruch zur Trans* Pathologisierung ausweiten?“
bei TransInterQueer e.V. (TRIQ), Glogauer Straße 19, Berlin-Kreuzberg.

Beiträge:

1.“Möglichkeiten und Grenzen entpathologisierender Gesundheitsversorgung von Trans*, Berliner Bündnis STP-2012
2. Rechtsprechung zu Trans* und Erwerbsfähigkeit, Udo Geiger, Sozialrichter, SG Berlin
3. „Argentinisches Gesetz zur Geschlechtsidentität als Modell?“, Berliner Bündnis STP-2012
4. Buchvorstellung: „Stop Trans*-Pathologisierung“, Anne Allex, Sozialpolitische Wegeweiserin

Musikalische Begleitung von GEIGERZÄHLER

Mehr Infos zur internationalen Kampagne unter http://www.stp2012.info/old
Das Berliner Bündnis „Stop Trans*-Pathologisierung 2012″ wird unterstützt von: TransInterQueer e.V. (TrIQ), Wigstöckel e.V., Buchkollektiv „Sternchen & Steine“, Initiative Gedenkort Uckermark (FLT), AK Marginalisierte – gestern und heute, Initiative für einen geschlechtergerechten Haushalt, Interkom, AK Psychiatriekritik
Kontakt: stp_2012_berlin@gmx.de