Archiv für Juli 2012

Die Priester des Marktes

Während die Banken implodieren, stehen die Priester des Marktes da und reiben sich die Augen. Wer hat denn nun die dummen Illusionen? Sie oder wir? Haben sie selber geglaubt, was sie sagten?
Jetzt nehmen sie, die Priester des Marktes die Kohle vom Staat und zucken mit den Schultern. Wer glaubt noch an ihre Religion?
Der Markt ist überall. Jeden Tag unseres Lebens müssen wir verkaufen. Und während unser Preis sank, verkauften sie unsere Wohnungen, die Wasserwerke, die Eisenbahn, die Krankenhäuser…
Sie sagten, das sei nur zu unserem Wohle!

Dankeschön. Dankeschön. DANKESCHÖN!

Die Priester des Marktes werdens schon schaukeln. Sie haben gut verdient und irgendetwas wird ihnen bleiben.
Zumindest ein Haus. Oder auch zwei. Vielleicht auch sieben. Ein ganzes Stadtviertel?
Zwar nur noch halb soviel wert… aber immerhin! Und irgendwer wird Miete zahlen.

Doch die Priester des Marktes haben ein Problem. Wenn der Glauben schwindet, schwindet auch ihre Macht!

Priester des Marktes (Berlinska Droha) by Geigerzaehler

Ein Lied, das wir nicht mehr spielen und das während der ersten Bankenkrise entstanden ist. Von Tosen im Keller der leeren KvU aufgenommen und für mich der Highlight dieser Aufnahmesession. Auch weil das Lied damals weitgehend improvisiert war und vielleicht grade deshalb eine spannende Version herausgekommen ist. Die jetzige, sich verschärfende Krise ist ein guter Moment, die Aufnahme aus der Versenkung zu holen.
Die neoliberalen Ideologen nehmen sich wahrscheinlich selbst nicht mehr ernst. Dennoch läuft alles weiter nach dem Muster, das die „Priester des Marktes“ gelehrt haben. Und alle wissen, daß es nur schiefgehen kann. Daß die Krise zwar verdrängt und weiter geschoben wird, aber keinesfalls beendet ist. Und eine Zeit kommt, in der alles in Frage steht.
Was heißt hier übrigens schiefgehen? Kann es uns nicht recht sein – als Revolutionäre, AntikapitalistInnen, AnarchistInnen – wenn alles den Bach heruntergeht? Was bauen wir auf den Trümmern des Alten auf? Werden wir überhaupt eine Chance haben und sind wir in der Lage sie zu ergeifen? Was, wenn nicht?

Fragen über Fragen.

Oder weniger grübeln? Vielleicht erstmal solidarisch mit den Arbeitskämpfen und Protesten in Spanien sein. Wäre so ein Anfang, ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

To je mój swět in Augustów

Dank an Hanni für das Schlagzeug und liebe Grüße an Čorna Krušwa insgesamt!

Terminetermine und neue CD

Zuerst mal zur kommenden kleinen Tour von Berlinska Dróha, die uns über Thüringen in die Schweiz und auf dem Rückweg noch kurz nach Bayern führen wird.

Hier die Tourdaten:

25. 7. in Jena auf´m Inselplatz.

Am 26. 7. spielen wir nicht in Augsburg, sondern zum Chillout auf dem Antifacamp in Weimar.

Freitags gehts dann ins Heidiland. Am 27. 7. spielen wir auf dem Out in the Gurin Festival in Sargans.

Am 28. 7. fahren wir wieder in die Großstadt: Diesmal nach Zürich in den „Autonomen Beauty Salon“.

Schon auf dem Rückweg halten wir dann Sonntag, den 29. 7. noch einmal in Regensburg an und bespielen den örtlichen Wagenplatz.

Den Preis für das hübscheste Plakat haben sich übrigens die Leute aus Züri verdient:

Soweit zur Tour. Vor zwei Jahren haben wir schon mal auf dem „Out in the Gurin“ – Festival gespielt und zwar mit beiden Duos. Wir waren die letzte Band vom Freitag abend und es war ein seher erfreuliches und stimmungsvolles Konzert. Noch erfreulicher ist es, daß Thomas das Konzert mitgeschnitten hat und letztens mit der Idee ankam, die Aufnahmen auch zu veröffentlichen. Wir haben das Geschenk aus den Bergen mit großer Freude angenommen. Somit ist unser Konzert in Sargans nicht nur irgendein Konzert auf einem netten kleinen Festival inmitten reizvoller Berge, sondern auch eine Release-Party für unsere gemeinsame neue live-CD:

Ein Soundbeispiel gibts auch:
Atze Wellblech & Berlinska Dróha – Wachstum by TJ Audio
Danke Thomas! Danke OITG!

Vielleicht machen wir im Herbst mit beiden Duos zusammen auch noch eine kleine Relaese-Party in Berlin. Diese Kombi haben wir ja ne Weile nicht gemacht und der von den Bergen gefallene Tonträger ist ja der perfekte Anlass. Ausprobieren werden wir das aber schon mal am 18. August auf dem Klimacamp in Janšojce/Jänschwalde.

Donnerstag am Kotti

2 Tage vor der 6. Lärmdemo spiele ich ein kleines Solidaritätskonzert für das MieterInnen – Protest – Gecekondu. Ich freue mich sehr, diesen wichtigen Ansatzpunkt für eine breite MieterInnenbewegung unterstützen zu können. Und ich freue mich, wenn ihr morgen um 19:30 vorbeikommt.

Weitere Beiträge zum Gecekondu gabs hier am 31. Mai und 28. Juni.

Und weiter gehts…

Nachdem ich letztens ein Plakat vom letzten Jahr in den Blog gestellt hab, folgt nun das aktuelle Werk der sehr, sehr angenehmen Tektura.

Aber bis dahin ist es ja noch ein bisschen hin. Gestern haben wir in Augustow gespielt. War ein lustiges Konzert. Nur die Tanzflaeche hat irgendwie gefehlt. Dafuer sind am Ende noch ein paar Leute auf die Tische gestiegen. Das haben wir leider nicht festgehalten. Aber dafuer Uta in Aktion:

Heute fahren wir schon mal zum Basowiszcza – Festival, wo wir am Freitag vor dem offiziellen Programm 2 Stunden Zeit zum spielen haben.

Ohne Visa nach Russland

Čorna Dróha schaut nach Russland. Čorna Dróha? Nun, wir touren jetzt mit drei Bands oder so aehnlich. Čorna Krušwa, Berlinska Dróha und nun eben beide zusammen geschmissen am Ende des Konzerts.
Grade hatten wir aber 3 Offdays, die wir in Szypliszki, einem polnischen Doerfchen nahe der litauischen, belorussischen und russischen Grenze verbracht haben. Vorgestern waren wir in Litauen und haben dann sogar Russland besucht. War zwar ein kurzes Vergnuegen, aber immerhin. Die Grenze verlief mitten durch einen See und wir sind alle einmal um die Boje herumgeschwommen.
Auch ansonsten gibts hier tolles zu sehen. Zum Beispiel Stoerche. Ich hab noch nie so viele davon auf einmal zu Gesicht bekommen. Wir wohnen auf einem kleinen Bauernhof mit Kuehen und allem was dazugehoert. Und Kindern, die immermit uns Fussball spielen wollen. Am liebsten den ganzen Tag aber dazu rauche ich zuviel und ausserdem ist es ziemlich warm. Da ist mir Schwimmen schon der angenehmere Sport.
Das ist aber nicht alles was wir hier machen. Manchmal proben wir auch. Gestern sind 3 huebsche Aufnahmen enstanden. Viel Spass!

Začin durje by Čorna Dróha

Jenož tebje dla by Čorna Dróha

Fix the crisis by Čorna Dróha

In ein paar Stunden ist dann Schluss mit der laendlichen Idylle. Dann wird wieder gespielt! Heute Abend in Augustow zum Beispiel.

„Ulicy Berlińskiej i Czarnej Gruszy”

Super. Gluecklich in Ostpolen angekommen und ein wirklich gutes Konzert in Suwalki gespielt. Das ist kurz vor der litauischen Grenze.
Auch die Lokalpresse hat ueber uns berichtet. Da gibts auch ne Menge Fotos, genau wie bei diesem Forum aus Suwalki. Und Corna Kruswa posten den ganzen Quatsch gleich auf ihrer Facebookseite.
Und auch von unserem Konzert am Freitag gibts Fotos auf der Facebookseite der Bar Słoneczny.
Apropos: Berlinska Droha postet selbst nicht auf Facebook – Pinnwaenden. Dafuer aber auf Mauern aus Stein:

Tour in Polen


BERLINSKA DRÓHA – nazwę zepołu można przetlumaczyć jak „Ulica Berlińska“, nazwa generuje jednocześnie serbołużyckie korzenie muzyków jak i ich zwiazki z Berlinem . Założyli go w 2007 roku Paul i Uta. Oboje pochodzą z Łużyc dlatego też w nazwie jak i w tekstach wykorzystują język serbołużycki. Styl ich muzyki określić można jako folk-alternatywa-kabaret(sami twórcy określają go mianem anti folku;). Ich utwory charakteryzują się dużą ekspresywnością i wykorzystaniem słowiańskich melodii we współczesnej aranżacji. W tekstach wykazują swoje anarchistyczne poglądy – krytykują w nich konsumpcjonizm i próby klasyfikacji ludzi, stereotypizację życia. W 2010 roku wydali winilowy singiel „Zrudny Končak“, a w 2011 album “Wokoło Róžka“.


In zwei Tagen gehts auf die Strasse und ich freu mich auf unsere polnischen Freunde und natürlich auf Čorna Krušwa, mit denen wir schon die letzten beiden Jahre dort waren.

Hier die Termine, falls ihr in Polen seid, dort Leute kennt oder wie auch immer…

6.7. – Pszczołki – Bar Słoneczny

7.7. – Suwałki – Klub Komin

11.7. – Augustow – (mal kieken wo genau)

13.7. – Basowiszcza
– (noch nicht 100%)

14.7. – Lublin – Tektura

15.7. – Warszawa – Klub Po Drogej stronje Lustra

Jut. Und weil ich ja auch was zum Illustrieren braucht, ich aber nichts aktuelles greifbar hab, nehme ich einfach ein Plakat vom letzten Jahr. In der Tektura spielen wir ja eh wieder.

KvU-Demo-Videoschnippsel


zur Fete de la musique wurde in Prenzlauer Berg und Mitte am lautesten PUNK Mukke gespielt. uns zwar mobil. Um auf die überall präsente Räumungspolitik Berlins (gleich welcher Partei) aufmerksam zu machen, veranstaltete die K.v.U. (Kirche von Unten) ihre Demo von der alten Brunnenstraße durch den gesamten Kiez. Knapp besucht mit nur ca 200 Leuten, war es trotzdem eine schöne, laute Demo, wie mensch es mag. Überschattet von unnötiger Polizeirepression und einem Typ mit THOR STEINAR Jacke, der gerne über sein Problem sprechen wollte…



Währenddessen haben RentnerInnen in Pankow ihren Seniorentreff besetzt. Beispielhafte Aktion, die hoffen lässt! Auf dem Gentrification-Blog gibts nen guten Kommentar zu den stadtpolitischen Dimensionen des Ganzen.