dies und das V

Konzert gestern war schick. Nur nach dem Konzert, die Sorgen wegen der Konservenmusik haben ein bisschen genervt. Habs aber überlebt. Sorgen mache ich mir auch um die Rigaer 94, die heute Nacht Opfer polizeilicher Eskalationsbemühungen wurde. Henkel sagt hallo, hat das jemand auf Indy kommentiert – find ich treffend.

Ein wenig Presse zu gestern Nacht: Berliner Zeitung: Kein Ende des Krawalls, , „Symbol des Widerstands“ BZ: So lief die Randale-Nacht der Chaoten, Linke Chaoten greifen Liebig 14 an Tagesspiegel: Innensenator Henkel entsetzt wegen linksextremer Randale, Polizei stürmt linkes Wohnprojekt in Friedrichshain, Demonstration gegen Polizei und Kongresse von Sicherheitsbehörden

An dieser Stelle nochmal ein altes Lied von Atze Wellblech über eine Razzia in der Liebig 14.

Anderes Thema: nachdem wir es letztens tatsächlich mal geschafft haben, unsere CD Wokoło Róžka/Um die Ecke ein wenig zu verschicken, tauchen erste Besprechungen auf, z.B. im Underdog-Fanzine, das schreibt:

Die Berliner Straße ist voll pulsierendes Leben. Paul und Uta vertrauen auf ihre kreativen Instinkte und prägen mit einem musikalisch minimalistischen Einsatz den politisch rebellischen geprägten 68er-Zeitgeist und konzipieren mit einem sorbisch-berlinischen Kulturprogramm eine antiautoritäre, emanzipatorische Bildungspolitik. Mit Violine und Piano werden kleine Geschichten erzählt. Das Duo greift Themen wie Mietwucher auf, fordert Chancengleichheit und übt Kritik an sozialer Ungleichheit, kapitalistischen Besitzverhältnissen. Nur nicht klein beigeben. Sorbischer Folk trifft Berliner Schnauze. Im Mittelpunkt stehen nachvollziehbare Geschichten, die von Andreas Michalke illustriert wurden und die Kernaussagen der Geschichten die notwendige Dramaturgie und Komik verleiht. Die Mixtur aus Kabarett und Lernziellieder sorgt für eine melancholische Zeitreise in das Kleinkunsttheater der 1920er Jahre, das Humor mit literarisch-künstlerische Avantgarde verknüpft. “Um die Ecke/Wokoło Róžka” entspricht dem Kabarett der Komik, grotesk und mit Botschaft vorgetragen, die zum Nachdenken und Mitmachen motiviert.

Ich muss aber gestehen, dass ich nicht so recht weiß, was ein „Lernziellied“ ist. Egal! Eine andere Besprechung erschien schon vor ner Weile im „Neuen Deutschland“. Da wird zwar der Text von „Entscheidungen“ nicht ganz richtig zitiert, macht aber nüscht! Ansonsten kann man sich ja sehr drüber freuen!

Weg von der Mucke, zurück auf die Strasse: In der Jungle World ist ein kurzes Interview mit einem Ex-Bewohner der Liebig 14 erschienen, auf Indymedia 2 Artikel 1 2. Wenn ihr wollt, kann man da lustigen Kommentarschlachten nachgehen. Kann man aber auch lassen. Es gibt aber einen Hinweis zu einer Sache, die wirklich schade ist: Nämlich dass sich die Zombie-Demo beinahe mit einer Solikundgebung mit Leonard Peltier überschneidet, die um 14 Uhr vor der US-Botschaft stattfindet. Wäre auf jeden Fall nicht verkehrt, wenn es ein paar Leute gibt, die beides mitnehmen. Möglich isses.

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